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Lanz wirft SPD-Chef Klingbeil W├Ąhlerverdummung vor

Von Nina Jerzy

Aktualisiert am 18.05.2022Lesedauer: 3 Min.
Lars Klingbeil (Archivbild): In der j├╝ngsten Lanz-Sendung geriet der SPD-Chef mit dem Moderator aneinander.
Lars Klingbeil (Archivbild): In der j├╝ngsten Lanz-Sendung geriet der SPD-Chef mit dem Moderator aneinander. (Quelle: imago-images-bilder)
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"Wir sind schuld, dass Sie in NRW so schlecht abgeschnitten haben?" Lanz traute seinen Ohren nicht. Er attestierte SPD-Chef Klingbeil geradezu W├Ąhlerverdummung. Der argw├Âhnte: Berichtet Lauterbach an Lanz?

Markus Lanz und SPD-Chef Lars Klingbeil sind am Dienstagabend in der ZDF-Talkshow ungew├Âhnlich heftig aneinandergeraten. Es fing mit einem Disput ├╝ber Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) an und wurde sehr schnell pers├Ânlich.

Klingbeil hatte angesichts des historisch schlechten Wahlergebnisses seiner Partei in Nordrhein-Westfalen gesagt, er m├╝sse sich selbstkritisch fragen, was da in der Kommunikation mit den W├Ąhlern schiefgelaufen sei.

Wom├Âglich sei in den vergangenen Wochen zu viel und zu detailliert ├╝ber Waffenlieferungen an die Ukraine und zu wenig ├╝ber die Sorgen der B├╝rger angesichts extremer Preissteigerungen geredet worden, mutma├čte er. Lanz f├╝hlte sich da angesprochen und fragte ungl├Ąubig: "Wir sind schuld daran, dass Sie in NRW so schlecht abgeschnitten haben?"

Die G├Ąste

  • Lars Klingbeil, SPD-Chef
  • Kerstin M├╝nstermann, Journalistin der "Rheinischen Post"
  • Harald Welzer, Publizist
  • Christoph Reuter, "Spiegel"-Auslandsreporter

"Jetzt verstehen Sie mich absichtlich falsch", warf Klingbeil dem Gastgeber vor. Der kam jedoch gerade erst in Fahrt. "Tut mir leid, ich teile diese Analyse wirklich zu null Prozent", bekr├Ąftigte Lanz. An den Einschaltquoten seiner Sendung zeige sich, welche Themen die Zuschauer interessierten und welche nicht.

"Meine Erfahrung ist: Wenn man den Leuten was zumutet, wenn man den Leuten differenzierte Kommunikation anbietet, verstehen die das erstaunlicherweise", sp├Âttelte der Moderator.

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Die SPD geht seiner Ansicht nach den entgegengesetzten Weg in Richtung W├Ąhlerverdummung. Er erregte sich insbesondere ├╝ber den Dreh von Klingbeil und SPD-Generalsekret├Ąr Kevin K├╝hnert, die am Wahlabend bemerkenswert selbstbewusst verk├╝ndet hatten: "Schwarz-gelb ist abgew├Ąhlt worden."

Lanz: SPD-Politik "f├╝r Doofis"

"Wenn es so unterkomplex wird, so ganz schlicht ÔÇô ehrlich gesagt, ein bisschen f├╝r Doofis, so nach dem Motto 'Guck mal, Schwarz-gelb ist abgew├Ąhlt, war das nicht ein gro├čartiger Abend f├╝r uns' ÔÇô, dann kriegen die Leute einen Hals, weil sie sagen: 'Was wollen die uns jetzt eigentlich verkaufen?'", sagte Lanz. "Das ist Marketing. Das ist Politikverkaufen."

Lanz pries dagegen die differenzierte Kommunikation des Vizekanzlers Robert Habeck. Dessen Parteifreundin Aminata Tour├ę, Spitzenkandidatin in Schleswig-Holstein, hatte allerdings ebenfalls von einer Abwahl der CDU-FDP-Landesregierung gesprochen. Klingbeil r├Ąumte in der ZDF-Talkshow ein, die Kommunikation am Wahlabend sei wom├Âglich ein wenig "zu pushy" gewesen.

M├Âglicherweise hatte f├╝r Lanz das Ganze mit Lauterbach angefangen. Er konfrontierte Klingbeil zu Beginn der Sendung damit, dass dieser den Minister angeblich w├Ąhrend einer Pr├Ąsidiumssitzung nach der NRW-Wahl kritisiert haben soll ÔÇô "weil der als Einziger aus der ersten Reihe direkt am Abend noch gesagt hat: Das ist eine saftige Klatsche".

Klingbeil: Keine Differenzen mit Karl Lauterbach

"Karl Lauterbach war gar nicht in der Sitzung", erwiderte der SPD-Chef ruhig. "Ich wei├č, ist ja egal, Sie haben aber ├╝ber ihn gesprochen", erwiderte Lanz. "Ich berichte nicht aus Pr├Ąsidiumssitzungen", mauerte Klingbeil. Gl├╝cklicherweise w├╝rden das ja andere tun, sagte der Moderator. Da ├Ąu├čerte Klingbeil einen Verdacht. "Herr Lauterbach ist ja oft hier. Vielleicht berichtet der Ihnen ja. Aber ich tue das nicht", sagte er.

"Karl Lauterbach und ich haben ein super Verh├Ąltnis", schob Klingbeil rasch hinterher. "Wir haben gestern erst telefoniert. Wir haben keine Differenzen." Lanz lie├č nicht locker. "Er hat getwittert, Karl Lauterbach hat gewittert", freute sich der Gastgeber. Bei Klingbeil verfing das nicht. "Ich habe den Tweet gesehen. Ich glaube, ich hab ihn sogar geliket." "Da versucht es einer mit Ehrlichkeit und zack, f├Ąngt er sich eine ein", bilanzierte Lanz.

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SPD-Chef verteidigt Lambrecht

Nach einer halben Stunde Sendezeit flachte Lanz' Konfrontationskurs bei Verteidigungsministerin Christiane Lambrecht (SPD) merklich ab. Er wiederholte eine Reihe von Vorw├╝rfen, die die Eignung der Sozialdemokratin f├╝r das Amt in so anspruchsvollen Zeiten in Zweifel ziehen sollen. Hier gebe es "das ungute Gef├╝hl, dass jemand nicht in seinem Job angekommen ist", behauptete der Moderator.

"Sie macht den Job gut", sagte Klingbeil hingegen und schloss einen R├╝cktritt der Ministerin aus. Was er aus der Bundeswehr h├Âre, sei positiv. "Aber wir m├╝ssen nicht drum herumreden, dass es in den letzten Wochen nat├╝rlich auch Berichterstattung gab, die schwierig war", schr├Ąnkte er ein.

Klingbeil: Lambrecht hat das Recht, Urlaub zu machen

Den umstrittenen Hubschrauberflug mit Lambrechts Sohn wollte der SPD-Chef nicht dazuz├Ąhlen. Die Ministerin habe sich hier an Vorschriften gehalten und habe das Recht, Urlaub zu machen.

Bei anderen Politikern sei ein solcher Aufschrei in der Vergangenheit ausgeblieben, wunderte sich Klingbeil. Der fr├╝here Entwicklungsminister Gerd M├╝ller (CSU) etwa habe seine Frau h├Ąufig auf Auslandsreisen mitgenommen, was ja legitim sei: "Das hat nie jemand kritisiert."

"Aber das mangelnde Fingerspitzengef├╝hl, Kinder mit in eine Regierungsmaschine zu nehmen, auch wenn sie das bezahlt: Das geht doch einfach nicht", warf Kerstin M├╝nstermann von der "Rheinischen Post" ein.

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