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Nilay Doğan schlägt in Wuppertal Brücken zwischen Kulturen


Woche des bürgerschaftlichen Engagements  

Ehrensache Ehrenamt: Nilay Doğan schlägt Brücken zwischen Kulturen

19.09.2018, 07:17 Uhr | nhr, t-online.de

Nilay Doğan schlägt in Wuppertal Brücken zwischen Kulturen. Nilay Doğan hat schon als Kind viel Zeit im Gegenseitige Hilfe Verein verbracht. Heute ist sie Vorstandsvorsitzende. (Quelle: Kristina Malis)

Nilay Doğan hat schon als Kind viel Zeit im Gegenseitige Hilfe Verein verbracht. Heute ist sie Vorstandsvorsitzende. (Quelle: Kristina Malis)

Etwas Gutes tun – einfach so. 30 Millionen Menschen engagieren sich ehrenamtlich. Nilay Doğan engagiert sich für Jugendliche in einem ganz besonderen Heimatverein.

Tag für Tag engagieren sich in Deutschland mehr als 30 Millionen Menschen ehrenamtlich – neben ihrer Arbeit und privaten Verpflichtungen. Im Zeitraum vom 14. bis zum 23. September wird im Rahmen der Woche des bürgerschaftlichen Engagements das Augenmerk genau auf diese Leistungen gelegt. Ehrenamtliche stellen ihre Arbeit, ihre Mission vor und wollen noch mehr Menschen für bürgerschaftliches Engagement begeistern. Die Vielfalt der Möglichkeiten ist dabei so groß, wie die der Menschen, die sich Tag für Tag für eine bessere Gesellschaft einsetzen.

In Wuppertal wird bürgerschaftliches Engagement seit eh und je groß geschrieben, immer mehr Menschen engagieren sich. Exemplarisch für all jene, die ihre Zeit und Kraft für die Gesellschaft zur Verfügung stellen, stellen in dieser Woche fünf Ehrenamtliche ihre Arbeit vor.

Nilay Doğan ist in ihre Rolle wortwörtlich reingewachsen

Früher war für  Nilay Doğan nur sonntags „Vereinstag“, heute widmet sie fast ihre ganze Freizeit dem Gegenseitige Hilfe Verein in Wuppertal. Denn die 26-Jährige ist mittlerweile die Vorstandsvorsitzende. Gegründet wurde der Verein 1981 von türkischen Gastarbeitern, die in den 60er Jahren nach Deutschland gekommen sind. Heute wird er oft „Çepni-Heimatsverein“ genannt, denn aus der kleinen Stadt in der Türkei kommen viele Vereinsmitglieder und ihre Familien.

„Eigentlich kann ich sagen, dass ich mit dem Verein groß geworden bin“, sagt Doğan. Schon ihre Eltern hätten sich aktiv eingebracht, waren ebenfalls im Vorstand aktiv. Als Jugendliche hat die junge Psychologin neben einem Computerkurs auch einen Folklorekurs absolviert und Saz-Stunden genommen. „Das ist ein traditionelles türkisches Saiteninstrument“, erklärt sie. Der Verein sei für die „Gastarbeiter-Generation“ immer ein idealer Treffpunkt gewesen.

Die Geschicke der Jugend selbst in die Hand genommen

Heute durchlebt er einen Generationswechsel, an dem Doğan aktiv beteiligt ist. „Es gab für die jungen Leute immer weniger Angebote. Für uns war es nur noch ein Ort, an dem wir zusammenkamen, wenn bestimmte Feste oder Feierlichkeiten anstanden“, erinnert Doğan sich. Anfang 2015 habe sie deshalb gemeinsam mit anderen jungen Vereinsmitgliedern beschlossen, das zu ändern. „Wir haben eine Jugendgruppe gegründet, um frischen Wind reinzubringen. Wir haben Stammtisch-Abende angeboten, an denen wir uns versammelten und Projekte planten.“

Das Engagement des Nachwuchses kam beim Vorstand so gut an, dass drei junge Vertreter in das Gremium aufstiegen und seither die Vereinsgeschicke mitlenken. Seit März ist Doğan sogar Vorstandsvorsitzende. „Ich sehe den Verein als eine Brücke zwischen den Deutschen und der türkischen Kultur. Speziell aber auch als Bindeglied zwischen der Stadt Wuppertal und Çepni.“ Und das für jede Alters- und Interessengruppe.

Freiwilligenarbeit: Manchmal braucht es nur einen kleinen Anstoß

„Ich habe Spaß an der Planung und Umsetzung von verschiedenen Projekten und an der Arbeit mit und vor allem für Menschenrechte. Es geht mir um die Vermittlung von Kultur, Normen und Werten“, macht sie deutlich. Ihr persönliches Highlight war die Überführung eines Feuerwehrautos von Wuppertal nach Çepni, die über den Verein organisiert werden konnte. „Das war ein großer Erfolg.“

Doğan glaubt, dass generell ein großes Interesse in der Gesellschaft an freiwilligem Engagement besteht. „Manchmal muss man einzelne Personen mit einer gezielten Bitte dazu bringen, den ersten Schritt zu machen.“ Deshalb setzt sie sich als Vereinsvorsitzende auch dafür ein, Menschen zu motivieren und so neue Mitglieder für ihren Verein zu gewinnen.

Verwendete Quellen:
  • eigene Recherche

Mit freundlicher Unterstützung durch das Zentrum für gute Taten e.V. und Kristina Malis (Fotos).

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