Meinung
Was ist eine Meinung?

Die subjektive Sicht des Autors auf das Thema. Niemand muss diese Meinung ĂŒbernehmen, aber sie kann zum Nachdenken anregen.

Warum ist es immer so grau?

  • Florian Harms
Von Florian Harms

Aktualisiert am 29.01.2022Lesedauer: 3 Min.
Blick aus dem Fenster der t-online-Redaktion.
Blick aus dem Fenster der t-online-Redaktion. (Quelle: F. Harms)
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Guten Morgen, liebe Leserin, lieber Leser,

Winter finde ich doof. Jedenfalls diesen deutschen Schmuddelwinter: nass, kalt, dunkel. Grau. Echt verdrießlich. Ein lieber Mensch hat mir ein Foto aus GraubĂŒnden geschickt. Das heißt zwar so, ist aber alles andere als grau: blauer Himmel, glitzernder Schnee, strahlende Sonne. Hierzulande dagegen? Hamburg: steingrau. Berlin: aschgrau. Köln: mausgrau. Frankfurt: taubengrau. Kaum ist die Sonne aufgegangen, geht sie schon wieder unter, sehen kann man aber nicht mal das. Dauerwolkendecke.

Apropos: "Mehr Licht!", sollen Goethes letzte Worte gewesen sein. Großer Mann. Etwas weniger groß sind die MĂ€nner, ĂŒber die Annika Leister, Sebastian SpĂ€th und ich in unserem heutigen Podcast reden. Allerdings haben sie ein kleines politisches Beben ausgelöst. Hören Sie mal:

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ZurĂŒck zum Grau. Manchmal habe ich den Eindruck, nicht nur das Wetter ist grau, sondern auch die Weltlage. Im Osten braut sich was zusammen, dort rollen Putins Panzer. Im Westen schwant mir beim französischen PrĂ€sidentschaftswahlkampf nichts Gutes. Im Norden stellen die Briten ihr demokratisches Licht unter den Scheffel. Und im SĂŒden schlittern immer mehr afrikanische LĂ€nder in die Krise, gab ja schon wieder einen Putsch da unten links. Außerdem von morgens bis abends Corona, mag man ja nicht mehr hören, und das Fernsehprogramm war auch schon mal besser.

Wenn ich so vor mich hinbrĂŒte, kommt jedoch meistens schnell ein anderer Gedanke hinterhergehĂŒpft. Der stammt direkt aus der fĂŒr gute Laune zustĂ€ndigen Hirnabteilung, und die hat ziemlich viele Mitarbeiter. Jedenfalls ist dieser Gedanke sehr selbstbewusst und pfeffert mir einen ganzen Stapel gewichtiger Argumente auf den Tisch, warum nicht die grauen Herren aus dem Kleinhirn, sondern er und seine Kumpels aus der Partyzone die Ansagen machen sollten. Er sagt dann so Sachen wie: "Hey Harms, Kopf hoch, in wenigen Tagen beginnt Olympia! Bezaubernde EiskunstlĂ€uferinnen, pfeilschnelle Ski-Asse, Nervenkitzel und Begeisterung!" Und bevor ich etwas erwidern kann, fĂ€hrt er fort: "Außerdem guck mal raus in den Garten, da blĂŒhen die ersten Schneeglöckchen, sind die nicht reizend?" WĂ€hrend ich mich Ă€chzend erhebe, um aus dem Fenster zu luschern, legt er nach: "Jeder Tag wird jetzt ein bisschen lĂ€nger, wirst sehen, der Februar wird super!"

Aha, wird super, antworte ich dann und fĂŒhle mich schon ein bisschen besser. Meistens kommt dann genau in dem Augenblick ein netter Kollege oder eine fröhliche Kollegin um die Ecke und erzĂ€hlt mir von einer tollen Idee, worĂŒber wir bei t-online mal berichten könnten: Wie gut trotz aller Unkenrufe die Versorgung von Corona-Patienten hierzulande funktioniert. Wie Deutschland die Klimaziele dank neuer Technologien doch noch erreichen kann. Wie sich mit ein paar einfachen Aktientipps ein schönes Pölsterchen fĂŒr die Rente ansparen lĂ€sst. Wie man Schneeglöckchen sĂ€t. Und so weiter. Prompt ist die Welt nicht mehr grau, sondern bunt. Sogar dann, wenn sich draußen die Wolken ballen.

In diesem Sinne wĂŒnsche ich Ihnen ein kunterbuntes Wochenende. Und weil ich so gut drauf bin, spendiere ich Ihnen einen fröhlichen Song dazu. Die nĂ€chsten TagesanbrĂŒche kommen von Annika Leister und Sven Böll, von mir lesen Sie am Mittwoch wieder.

Herzliche GrĂŒĂŸe

Ihr

Florian Harms
Chefredakteur t-online
E-Mail: t-online-newsletter@stroeer.de

Mit Material von dpa.

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