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Unglaublicher Fund in Blaubeuren: Stein ist größter Meteorit Deutschlands

Unglaublicher Fund  

Gartenstein erweist sich als größter deutscher Meteorit

17.07.2020, 20:32 Uhr | dpa, dru

Unglaublicher Fund in Blaubeuren: Stein ist größter Meteorit Deutschlands. Der schwere Brocken: Der Meteorit lag 30 Jahre lang unerkannt in einem Garten. (Quelle: dpa/Gabriele Heinlein/Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt)

Der schwere Brocken: Der Meteorit lag 30 Jahre lang unerkannt in einem Garten. (Quelle: Gabriele Heinlein/Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt/dpa)

Ein Gartenbesitzer grub einen ungewöhnlich schweren Stein vor über 31 Jahren auf seinem Grundstück aus – und ließ ihn liegen. Nach Materialtests steht nun fest: Es ist Deutschlands größter Meteorit.

Der bislang größte entdeckte deutsche Steinmeteorit hat jahrzehntelang unerkannt in einem Garten im schwäbischen Blaubeuren herumgelegen. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) sprach am Mittwoch von einer "wissenschaftlichen Sensation".

"Das Fundstück hat eine Masse von 30,26 Kilogramm, was ihn als größten je in Deutschland gefundenen Steinmeteoriten ausweist", erläuterte Dieter Heinlein vom DLR. Bislang war der bei Oldenburg gefundene "Benthullen"-Meteorit mit einem Gewicht von 17,25 Kilogramm der Rekordhalter.

Stein vor 31 Jahren im Garten entdeckt

Bereits im Jahr 1989 fand ein Bewohner der Stadt den Koloss bei Grundstücksarbeiten. Dem Mann fiel das hohe Gewicht und der Eisengehalt auf, doch der Brocken blieb 31 Jahre im Garten liegen. Selbst Profis hätten ihn laut DLR nicht unbedingt auf den ersten Blick als Meteoriten erkennen können.

Erst im Januar dieses Jahres meldete der Bewohner den Fund dem DLR. Nach Material-Untersuchungen in drei unterschiedlichen Laboren stellte sich der Stein als Meteorit heraus. Nun wollen die Forscher herausfinden, wann er auf die Erde fiel. Dies könnte bereits vor Jahrhunderten geschehen sein.

Im Juli bestätigte die internationale Organisation "Meteoritical Society" den Meteoritenfund. Der kosmische Körper ist nach der Stadt Blaubeuren in der Nähe von Ulm benannt worden und heißt nun "Blaubeuren"-Meteorit.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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