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Boeing 747: Explosionsgefahr bei Blitzeinschlag


Explosionsgefahr: Alle Boeing 747 zum Check beordert

Von t-online, mtt

Aktualisiert am 06.12.2023Lesedauer: 2 Min.
Ein Jumbo-Jet der Lufthansa wird in Frankfurt enteist: Die US-Luftfahrtbehörde FAA hat alle Boeing 747 zum Check beordert.Vergrößern des BildesEin Jumbo-Jet der Lufthansa wird in Frankfurt enteist: Die US-Luftfahrtbehörde FAA hat alle Boeing 747 zum Check beordert. (Quelle: Ferreira/HMB-Media/imago images)
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Ingenieure haben einen gefährlichen Mangel an Boeing-Jets entdeckt: Schlägt ein Blitz ein, droht der Tank zu explodieren. Das ist bereits einmal passiert.

Die US-Flugsicherheitsbehörde Federal Aviation Administration (FAA) spricht von einem "dringenden Sicherheitsproblem" und beordert alle Maschinen vom Typ Boeing 747 zum sofortigen Check. Es geht um einen Mangel beim Blitzschutz: Boeing-Ingenieure haben festgestellt, dass ein spezielles Teil übermäßig oft kaputt geht, das zu den "wichtigsten Konstruktionsmerkmalen zur Verhinderung einer Zündquelle im Treibstofftank bei einem Blitzeinschlag" zähle.

Bei einem Flugzeug wurde laut FAA gar ein vollständiger Riss rund um den Blitzschutz am Treibstoffzufuhrrohr eines Triebwerks entdeckt. "Ein Blitzeinschlag bei Ausfall der Blitzschutzfunktionen könnte zur Entstehung von Zündquellen in Treibstofftanks führen", warnt die FAA. "Dies kann zu einer Explosion des Treibstofftanks und dem daraus resultierenden Verlust des Flugzeugs führen."

Flugzeugabsturz 1976: Tank explodierte nach Blitzeinschlag

Es ist ein Horrorszenario, das bereits einmal Wirklichkeit wurde: Eine Boeing 747 der iranischen Luftwaffe durchflog 1976 beim Landeanflug auf Madrid ein Gewitter. Augenzeugen am Boden beobachteten, wie ein Blitz einschlug und dann die Maschine explodierte. Alle 17 Menschen an Bord starben.

Laut Abschlussbericht des National Transportation Safety Boards war der Blitz am Cockpit eingeschlagen und an der linken Tragfläche wieder ausgetreten. Dabei sei es wohl zur Funkenbildung am Tank gekommen, hieß es. Kraftstoffdämpfe entzündeten sich, eine Explosion riss einen Teil des Flügels ab, kurz darauf trennte sich der komplette Flügel vom Rumpf und das Flugzeug stürzte auf einen Acker.

Weltweit 500 Maschinen betroffen

Im Schnitt wird jedes Flugzeug einmal jährlich vom Blitz getroffen. Meist passiert nichts, aber das Risiko, auf das Boeing die FAA jetzt hingewiesen hat, stuft die US-Behörde als so hoch ein, dass alle Airlines ihre Jumbo-Jets nun schnell zum Spezialcheck schicken müssen – zumal der Mangel am Blitzschutz bei Routinekontrollen wohl nicht auffallen würde. Weltweit sind Berichten zufolge rund 500 Flugzeuge betroffen, darunter auch mehr als 20 Maschinen der Lufthansa.

Die FAA-Anordnung tritt am 15. Dezember in Kraft. Passagiermaschinen müssen dann innerhalb von 90 Tagen untersucht werden, Frachtflugzeuge innerhalb von 120 Tagen. Anschließend behält sich die FAA nach Auswertung der Check-Berichte weitere Maßnahmen vor.

Verwendete Quellen
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