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Spanien: Forscher entdecken ältesten Wein der Welt – er birgt ein Geheimnis


Über 2.000 Jahre alte Urne
Ältester Wein mit einem gruseligen Geheimnis entdeckt

Von t-online, wan

Aktualisiert am 20.06.2024Lesedauer: 2 Min.
Eine alte römische Urne (Symbolbild): In einem ähnlichen Gefäß wurde in Spanien der wohl älteste Wein der Welt entdeckt.Vergrößern des BildesEine alte römische Urne (Symbolbild): In einem ähnlichen Gefäß wurde in Spanien der wohl älteste Wein der Welt entdeckt. (Quelle: IMAGO)
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Eine 2.000 Jahre alte Urne barg ein Geheimnis: ein Glasbehälter, in dem Wissenschaftler Wein entdeckten – und mehr.

Wissenschaftler haben in einer Urne den wohl ältesten Wein entdeckt, der bislang gefunden wurde. Die rötliche Flüssigkeit befand sich in einer Urne, die bereits 2019 in Spanien ausgegraben worden war. Erst jetzt kam zutage, dass in der Urne ein Glasbehälter eingelassen war, in dem sich noch Reste von Wein befanden. Das Alter des Inhalts wird auf etwa 2.000 Jahre geschätzt.

Weinliebhaber dürften aber dennoch Abstand nehmen wollen von einer Verköstigung. Denn der Wein wurde nicht zufällig in einer Beerdigungsstätte gefunden. In dem alten Mausoleum im spanischen Carmona habe man dem Wein noch Überreste eines Verstorbenen zugefügt, heißt es in der Studie, die im "Journal of Archaeological Science Reports" veröffentlicht wurde.

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Spuren von Wein haben Wissenschaftler schon öfter gefunden, deren älteste Funde datieren bis zu 8.000 Jahre zurück. Aber niemals zuvor hat man noch Flüssigkeit entdeckt. Bislang hat es keine Erwähnung von flüssigen Weinresten in der wissenschaftlichen Literatur gegeben, berichtete das US-Magazin "Newsweek".

Es war wohl Weißwein

Der bislang älteste gefundene flüssige Wein ist etwa 1.700 Jahre alt und wird als "Speyer-Weinflasche" bezeichnet. Die verschlossene Flasche wurde 1867 in Speyer gefunden. Da sie nie geöffnet wurde, ist der Inhalt noch immer nicht genau geklärt. Bei der jetzt gefundenen Urne hatten die Wissenschaftler Proben der Flüssigkeit genommen und auf bestimmte chemische Stoffe hin untersucht, die natürlicherweise im Wein vorkommen.

"Zunächst waren wir sehr überrascht, dass in einer der Graburnen Flüssigkeit erhalten war", sagte Juan Manuel Román, Stadtarchäologe von Carmona und Autor der Studie, in einer Pressemitteilung. Das gut erhaltene Mausoleum habe es ermöglicht, dass die Urne mit dem Wein die Jahrtausende unbeschädigt überstehen konnte und verschlossen blieb. Analysen haben übrigens gezeigt, dass es sich um Weißwein gehandelt hat. Die rötliche Färbung sei im Laufe der Zeit durch chemische Reaktionen entstanden.

Wein wurde bei den Römern häufig in Beerdigungsritualen und religiösen Zeremonien eingesetzt. Es gibt Hinweise, dass der edle Tropfen als Beigabe neben anderen Lebensmitteln wie Honig und Wasser diente.

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