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Fliegerbombe in Dresden: Warum ist sie eigentlich so gefährlich?

SCHNELL ERKLÄRTEntschärfung in Dresden  

Das ist das Problem mit der Bombe

Von Lars Wienand

24.05.2018, 16:18 Uhr
Fliegerbombe in Dresden: Warum ist sie eigentlich so gefährlich?. Dresden: Ein Fahrzeug der Kampfmittelbeseitigung fährt aus dem 500 Meter von der Bombe entfernten Sperrkreis. Nach der Teildetonation der in Dresden gefundenen Fliegerbombe bewertet die Polizei die Situation als schwierig und gefährlich.  (Quelle: dpa)

Dresden: Ein Fahrzeug der Kampfmittelbeseitigung fährt aus dem 500 Meter von der Bombe entfernten Sperrkreis. Nach der Teildetonation der in Dresden gefundenen Fliegerbombe bewertet die Polizei die Situation als schwierig und gefährlich. (Quelle: dpa)

In der Nacht kam es beim Entschärfungsversuch der Weltkriegsbombe in Dresden zu einer Detonation. t-online.de hat sich erklären lassen, warum die Fliegerbombe so gefährlich ist.

Die Weltkriegsbombe in Dresden ist auch zwei Tage nach dem Fund nicht entschärft. Bei dem Entschärfungsversuch kam es in der Nacht zu einer Detonation. Es brennt am Fundort und die Polizei schätzt die Lage weiter als gefährlich ein.

t-online.de hat sich von Fachleuten des sächsischen Polizeiverwaltungsamts und der Polizeidirektion Dresden erklären lassen, was das Problem bei der Entschärfung der Weltkriegsbombe ist. Beim Polizeiverwaltungsamt sind die Sprengmeister angesiedelt, während des laufenden Einsatzes unterstehen sie aber dem örtlichen Einsatzleiter.

Um was für eine Bombe handelt es sich?

Es handelt sich um eine britische 250-Kilogramm-Fliegerbombe. Es ist eine häufig im Zweiten Weltkrieg eingesetzte Bombe aus dem Arsenal der Royal Air Force, Kampfmittelräumdienste haben es immer wieder mit dem Typ zu tun.

Welcher Sprengstoff befindet sich in der Bombe?

Um welchen Sprengstoff genau es sich in der Bombe handelt, können die Experten nicht sagen. “Die Briten wechselten die Befüllung während des Krieges und haben gegen Ende auch mehrere Sprengstoffe gemischt”, so Jürgen Scherfig vom sächsischen Polizeiverwaltungsamt. Für die Entschärfung spiele das aber keinerlei Rolle. “Technisch ist das Vorgehen bei den verschiedenen Sprengstoffen identisch.”

Dresden: Ein Fahrzeug der Kampfmittelbeseitigung fährt aus dem 500 Meter von der Bombe entfernten Sperrkreis. Nach der Teildetonation der in Dresden gefundenen Fliegerbombe bewertet die Polizei die Situation als schwierig und gefährlich.  (Quelle: dpa)Dresden: Ein Fahrzeug der Kampfmittelbeseitigung fährt aus dem 500 Meter von der Bombe entfernten Sperrkreis. Nach der Teildetonation der in Dresden gefundenen Fliegerbombe bewertet die Polizei die Situation als schwierig und gefährlich. (Quelle: dpa)

Was ist das Problem an der Bombe?

Solche Bomben können detonieren, wenn das Schlagstück mit der Zündnadel auf den Sprengzünder schnellt. Bei der Dresdner Bombe war diese Nadel nicht mehr an ihrem Platz, sondern im Kanal vorgerutscht. Deshalb setzten die Experten darauf, den Zünder mit Raketenklemmen zu entfernen. Dabei kam es zur Detonation mit dem anschließenden Brand.

Wie genau sollte die Bombe entschärft werden?

Auf den Zünder wurde eine sogenannte Raketenklemme gesetzt – eine Klemme mit zwei Armen, an denen jeweils ein Treibsatz befestigt ist. Ein Mitarbeiter des sächsischen Spezialistenteams löste aus einigem Abstand die Treibsätze aus. Im Idealfall bringen sie die Klemme sofort in extrem schnelle Rotation und drehen den Zünder so ab. "Die Methode nimmt keine Rücksicht auf eventuelle Widerstände", so Polizeisprecher Scherf. Es kam zur Teildetonation der Bombe.

Was brennt am Fundort der Bombe?

Der Brand wurde durch eine Explosion von Teilen der Bombe ausgelöst, es hat aber nichts mehr mit der Bombe selbst zu tun. Es brennen gepresste Ballen aus Pappe und Papier, die über die Bombe geschichtet wurden, um eine große Explosion zu dämpfen.

Welche Gefahr droht nun?

Niemand kann sagen, wie viel Sprengstoff unter dem Feuer noch nicht detoniert ist. Die Hitze könnte den noch nicht explodierten Sprengstoff aber detonieren lassen. Dann wäre die Abdeckung nicht mehr so dick wie zunächst, weil Teile des Dämmmaterials bereits verbrannt sind.

Verwendete Quellen:
  • eigene Recherche

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