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Fukushima: Roboter untersucht geschmolzenen Kernbrennstoff in japanischer Atomruine

Japanische Atomruine  

Roboter untersucht geschmolzenen Kernbrennstoff in Fukushima

13.02.2019, 08:49 Uhr | AFP

Fukushima: Roboter untersucht geschmolzenen Kernbrennstoff in japanischer Atomruine. Tepco-Mitarbeiter vor Reaktor 2 des Atomkraftwerks Fukushima Daiichi: Erst 2021 will die Betreiber-Firma mit der Bergung des atomaren Brennstoffs beginnen. (Quelle: imago images)

Tepco-Mitarbeiter vor Reaktor 2 des Atomkraftwerks Fukushima Daiichi: Erst 2021 will die Betreiber-Firma mit der Bergung des atomaren Brennstoffs beginnen. (Quelle: imago images)

Die Bergung des geschmolzenen Brennstoffs ist eine der schwierigsten Aufgaben im havarierten Atomkraftwerk Fukushima. Nun hat ein Roboter das Material erstmals genauer untersucht.  

Fast acht Jahre nach der Atomkatastrophe in Fukushima haben die Betreiber des japanischen Atomkraftwerks einen komplizierten Einsatz zur Untersuchung des geschmolzenen Kernbrennstoffs gestartet. Wie der Kraftwerksbetreiber Tepco mitteilte, wurde am Mittwoch (Ortszeit) ein Roboter in einen der zerstörten Reaktoren geschickt, um die Brennstoffreste zu untersuchen. Das Gerät soll herausfinden, ob die hochradioaktiven Überreste in Reaktor 2 fest genug für eine Entsorgung sind oder bei einer Berührung sofort zerbröseln.

In den Reaktoren waren schon öfter Roboter unterwegs, um nach geschmolzenem Brennstoff zu suchen und Fotos zu machen. Am Mittwoch wurde nun aber erstmals ein Versuch unternommen, den Brennstoff genauer zu untersuchen. Die Bergung der atomaren Überreste gilt als der schwierigste Teil beim Abbau der Atomruine und soll nach Angaben von Tepco erst 2021 beginnen.


In Fukushima hatte sich nach einem schweren Erdbeben und einem Tsunami im März 2011 das schlimmste Atomunglück seit der Tschernobyl-Katastrophe von 1986 ereignet. Weil das Kühlsystem ausfiel, kam es in drei der sechs Reaktoren zur Kernschmelze. Das Gebiet in einem weiten Umkreis wurde radioaktiv verseucht und ist bis heute unbewohnbar.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur AFP

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