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MVG-Streik in München hat begonnen: Was heute fährt – und was nicht

MVG-Streik hat begonnen  

Was in München heute fährt – und was nicht

09.07.2019, 12:43 Uhr | dpa, pdi

MVG-Streik in München hat begonnen: Was heute fährt – und was nicht. Der Verkehr staut sich in der Innenstadt von München. (Quelle: dpa)

Der Verkehr staut sich in der Innenstadt von München. (Quelle: dpa)

U-Bahn, Tram und Bus: In München stehen am heutigen Dienstag wegen eines Warnstreiks viele öffentliche Verkehrsmittel still. In der Landeshauptstadt werden massive Engpässe und Überlastungen erwartet.

Der staugeplagten Landeshauptstadt droht am heutigen Dienstag ein noch größeres Verkehrschaos als üblich: Bei der Münchner Verkehrsgesellschaft MVG gibt es seit den frühen Morgenstunden einen Warnstreik. Betroffen seien vor allem U-Bahnen, die bis zum Nachmittag gar nicht führen, sagte ein Sprecher der MVG.

Auch etwa die Hälfte der Buslinien und die Tram würden demnach bestreikt. Bei der Tram sollten zunächst nur die Linien 19 und 20 den Betrieb aufnehmen. Gestreikt wird seit 3.30 Uhr und es soll bis 14.30 Uhr weitergehen. Nach Angaben der MVG nutzen täglich rund 1,5 Millionen Menschen U-Bahn, Bus und Tram in München. Die S-Bahn wird nicht bestreikt, da diese ein eigenes Unternehmen ist.

Die Gewerkschaft Verdi erhofft sich von dem Streik, in den Tarifverhandlungen mit der MVG voranzukommen. "Wir wollen den Arbeitgeber somit unter Druck setzen, dass er bereit ist, endlich mehr Lohn für die Beschäftigten hier in München zu zahlen", sagte ein Verdi-Sprecher der Deutschen Presse-Agentur.

Was fährt in München?
Der U-Bahnbetrieb in München wird völlig eingestellt.
Die MVG vermutet, die Tram-Linien 19 (Pasing – Innenstadt – Berg am Laim Bf.) und die Linie 20 ((Stachus – Moosach), betreiben zu können.
Der S-Bahnverkehr ist nicht betroffen.
Der Busverkehr ist stark eingeschränkt.


"Wir haben kein Verständnis"

Ursache ist ein hausinterner Tarifkonflikt bei der MVG. Die Gewerkschaft Verdi fordert 200 Euro mehr Lohn im Monat und wirft der MVG vor, ihre Mitarbeiter schlechter zu bezahlen als die kommunalen Verkehrsunternehmen in Bayern, die sich an den Tarifvertrag Nahverkehr halten. "Busfahrer in Bamberg verdienen mehr als im teuren München", kritisierte die Gewerkschaft.


Die MVG-Chefetage reagierte verärgert: "Wir haben kein Verständnis für diesen Warnstreik", erklärten die Geschäftsführer Ingo Wortmann und Werner Albrecht. Die MVG betonte, dass sie eine Lohnerhöhung um einen insgesamt zweistelligen Prozentbetrag in mehreren Schritten bis Mai 2021 angeboten habe. Auch der Fahrgastverband Aktion Münchner Fahrgäste warf Verdi eine "unverhältnismäßige" Aktion vor: "Für die Fahrgäste kommt dieser Komplettstreik aus heiterem Himmel und wird die Stadt am Dienstag in hohem Maße lähmen", kritisierte Sprecher Stefan Hofmeir.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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