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Touristenattaktion - Checkpoint Charlie: Falsche US-Soldaten sollen verschwinden

Touristenattaktion  

Checkpoint Charlie: Falsche US-Soldaten sollen verschwinden

04.11.2019, 16:31 Uhr | dpa

Touristenattaktion - Checkpoint Charlie: Falsche US-Soldaten sollen verschwinden. Sie sollen weg: Am Checkpoint Charlie, dem ehemaligen Grenzübergang zwischen West- und Ostberlin, posieren Schauspieler in US-Uniformen.

Sie sollen weg: Am Checkpoint Charlie, dem ehemaligen Grenzübergang zwischen West- und Ostberlin, posieren Schauspieler in US-Uniformen. Foto: Wolfgang Kumm/dpa. (Quelle: dpa)

Berlin (dpa) - Soldaten-Darsteller, die von Touristen Geld für Fotos verlangen - am berühmten Berliner Checkpoint Charlie soll es das nicht länger geben.

Wegen vieler Beschwerden von Bürgern und Touristen habe man entschieden, gegen das bisher geduldete Treiben am früheren Grenzkontrollpunkt vorzugehen, teilte das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg am Montag auf Anfrage mit. "Dem Betreiber wurde mitgeteilt, dass die Duldung ab sofort aufgehoben ist und er mit Verfolgung einer Zuwiderhandlung rechnen muss." Zuerst hatte die "Bild"-Zeitung (Montag) darüber berichtet.

Passanten seien gedrängt beziehungsweise "regelrecht genötigt" worden, am Kontrollhäuschen für ein Foto mit den Schaustellern zu zahlen, begründete der Bezirk den Schritt. Demnach fiel die Entscheidung bereits im August. Sollten die Schausteller ihre Tätigkeit wieder aufnehmen, werde das Ordnungsamt im Rahmen seiner Personalkapazitäten das Verbot durchsetzen - gegebenenfalls mit Unterstützung der Polizei, hieß es.

Laut "Bild"-Zeitung kassierten falsche Soldaten für Fotos vier Euro, die Tageseinnahmen hätten bei 1500 bis 5000 Euro gelegen. Auch Scheinvisa mit falschen Stempeln sollen verkauft worden sein. Der Betreiber reagierte der Zeitung gegenüber mit Unverständnis.

Der Checkpoint Charlie war während der Teilung Berlins Grenzübergang für Diplomaten und Ausländer. Nach dem Mauerbau 1961 standen sich hier amerikanische und sowjetische Panzer gegenüber. Der heutige Mix aus Geschichtsvermittlung, Touristennepp und Kommerz rief in Berlin in den vergangenen Jahren immer wieder Kritik hervor.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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