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3000 Menschen ohne Strom: Mindestens 150 Häuser bei Bränden in Chile beschädigt

3000 Menschen ohne Strom  

Mindestens 150 Häuser bei Bränden in Chile beschädigt

25.12.2019, 16:15 Uhr | dpa

3000 Menschen ohne Strom: Mindestens 150 Häuser bei Bränden in Chile beschädigt. Einwohner schütten Wasser auf die qualmenden Überreste ihrer Häuser, die bei einem Brand zerstört wurden.

Einwohner schütten Wasser auf die qualmenden Überreste ihrer Häuser, die bei einem Brand zerstört wurden. Foto: Raul Zamora/Aton Chile/dpa. (Quelle: dpa)

Valparaíso (dpa) - Bei heftigen Bränden in der chilenischen Hafenstadt Valparaíso sind mindestens 150 Häuser zerstört oder beschädigt worden.

Das sagte Innenminister Gonzalo Blumel. Mehrere Viertel der Stadt im Westen des südamerikanischen Landes wurden evakuiert, wie die Feuerwehr mitteilte. Nach Angaben des Zivilschutzes waren knapp 3000 Menschen ohne Strom. Die Behörde richtete zwei Notunterkünfte ein.

Nach Angaben des Zivilschutzes war eine Fläche von 100 Hektar von den Bränden betroffen - das entspricht etwa 140 Fußballfeldern. Valparaíso an der Pazifikküste ist auf zahlreichen Hügeln errichtet. Die Altstadt mit ihren historischen Häusern, steilen Gassen und Treppen gehört zum Unesco-Weltkulturerbe. Bürgermeister Jorge Sharp Fajardo erklärte den Notstand, um den Abriss teilweise zerstörter Häuser und den Wiederaufbau zu vereinfachen.

"Valparaíso ist weiterhin eine Stadt, die sehr gefährdet ist", sagte Uriel Padilla von der Fakultät für Bauwesen an der Universität Valparaíso, Uriel Padilla, im Radiosender Cooperativa. Auf den Hügeln gebe es viele Büsche und Sträucher, die derzeit sehr trocken seien und über die sich das Feuer von Haus zu Haus verbreite. "Das wird eine sehr schwierige Saison", sagte Gouverneur Gonzalo Le Dantec Briceño. "Wir arbeiten an Plänen zur Prävention, wollen bestimmte Zonen säubern und Brandschneisen anlegen."

Die Behörden gehen von Brandstiftung aus. Die Polizei habe Ermittlungen eingeleitet und suche nach den Tätern, sagte der Verwaltungschef der Region Valparaíso, Jorge Martínez Durán.

"Wir bedauern zutiefst diesen Brand, der so viele Familien in den Hügeln von Valparaíso betrifft, und das auch noch zu Weihnachten", schrieb Chiles Präsident Sebastián Piñera auf Twitter. "Wenn ein Haus den Flammen zum Opfer fällt, geht es nicht nur um das Gebäude - das kann wieder aufgebaut werden", sagte Verwaltungschef Martínez. "Es geht um die Geschichte, Fotos, Erinnerungsstücke, Bücher - wenn diese Dinge verbrennen, ist das sehr schmerzhaft."

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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