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Wegen Inversionswetterlage - Silvester-Effekt: Feinstaubwerte weiter hoch

Wegen Inversionswetterlage  

Silvester-Effekt: Feinstaubwerte weiter hoch

02.01.2020, 13:55 Uhr | dpa

Wegen Inversionswetterlage - Silvester-Effekt: Feinstaubwerte weiter hoch. Ausgebranntes Feuerwerk in Frankfurt am Main: Auch am zweiten Januar ist die Feinstaubbelastung in einigen deutschen Regionen hoch geblieben.

Ausgebranntes Feuerwerk in Frankfurt am Main: Auch am zweiten Januar ist die Feinstaubbelastung in einigen deutschen Regionen hoch geblieben. Foto: Andreas Arnold/dpa. (Quelle: dpa)

Berlin/Dessau (dpa) - Auch am zweiten Januar ist die Feinstaubbelastung durch das Silvesterfeuerwerk in einigen deutschen Regionen recht hoch geblieben.

Nach den vorläufigen Daten des Umweltbundesamtes (UBA) wurde der Tagesgrenzwert von 50 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft vor allem im Ruhrgebiet erneut überschritten. Ganz genau lasse sich das aber erst am Freitag sagen, schränkte eine UBA-Expertin ein. Denn auf den aktuellen UBA-Karten im Internet angezeigt würden gleitende Tagesmittelwerte. Das heißt, dass zunächst alle Werte der vergangenen 24 Stunden eingerechnet würden.

Am Donnerstagvormittag lagen die Feinstaubwerte in Essen und Dortmund, berechnet nach gleitenden Mittelwerten, weiter über 100 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft - also mehr als doppelt so hoch wie der Tagesgrenzwert. Schlechte Luft gab es auch im Rhein-Main-Gebiet, in Saarbrücken und in einigen bayerischen Städten.

Grund für die anhaltend hohen Werte sei eine Inversionswetterlage, hieß es aus dem Umweltbundesamt. Dabei seien die oberen Luftschichten wärmer als die unteren. Die Luft durchmische sich kaum und auch Feinstaub sitze wie unter einem Topfdeckel fest. 2015 und 2016 habe es an Silvester ähnliche Wetterlagen gegeben.

Die Inversionslage erkläre vielleicht auch, warum die Feinstaubwerte in der Silvesternacht in vielen Städten zunächst weiter anstiegen statt nach dem Ende des mitternächtlichen Feuerwerks wieder herunterzugehen. Der schädliche Dreck durch die Böllerei sei vermutlich immer ähnlich groß, heißt es aus dem UBA. Je nach Wetterlage und Windstärke verteile er sich nur jedes Jahr anders.

Ernste Gesundheitsgefahren durch Feinstaub allein in der Silvesternacht sieht das UBA dagegen kaum. Verletzungen durch Raketen und Schäden durch Brände wögen im Vergleich dazu vermutlich deutlich schwerer.

Insgesamt sei die Feinstaubbelastung in den vergangenen Jahren in Deutschland aber spürbar gesunken, heißt es vom UBA. Der Grenzwert von 50 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft im Tagesmittel werde an vielen Messstellen selten oder gar nicht an mehr als 35 Tagen im Jahr überschritten. Der Grund dafür könne mehr Umweltschutz sein, auch in Osteuropa. Die Silvesternacht koste die meisten städtischen Regionen aber mindestens einen der erlaubten 35 Überschreitungstage für Feinstaub.

Bei Feinstaub handelt es sich um kleinste Teilchen. Je nach Größe können diese nicht nur tief in Lunge und Bronchien, sondern auch ins Blut gelangen und Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems hervorrufen.

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