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USA: Corona-Schock in New Jersey – 17 Leichen in Pflegeheim entdeckt


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Corona-Schock in New Jersey – 17 Leichen in Pflegeheim entdeckt

Von t-online, pdi

16.04.2020Lesedauer: 2 Min.
Medizinisches Personal im US-Bundesstaat New Jersey macht Coronatests (Symbolbild).
Medizinisches Personal im US-Bundesstaat New Jersey macht Coronatests (Symbolbild). (Quelle: imago-images-bilder)
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Eine kleine Stadt im US-Bundesstaat New Jersey wird besonders durch die Corona-Pandemie getroffen. Nach einem anonymen Tipp findet die Polizei mehrere Leichen im Schuppen eines Pflegeheimes.

Der Ruf nach Leichensäcken kam am Samstag, doch zwei Tage später ging ein anonymer Tipp bei der Polizei im US-Bundesstaat New Jersey ein. Laut dem Hinweis sollte sich eine Leiche in dem Schuppen eines Pflegeheims in der Kleinstadt Andover befinden.

Als die Polizei bei der Einrichtung "Andover Subacute and Rehabilitation Center" eintrifft, findet sie insgesamt 17 Leichen. Der Schuppen wird für gewöhnlich als Leichenhalle genutzt, in der eigentlich nur Platz für vier Menschen ist.

Auch zwei Krankenschwestern unter den Todesopfern

Das Pflegeheim in Andover gehört zu den größten Einrichtungen ihrer Art in dem Bundesstaat, obwohl die Kleinstadt nicht mehr als 1.000 Einwohner hat. Die Corona-Pandemie trifft die USA besonders hart, mittlerweile gibt es im Land über 640.000 Infektionen und über 31.000 Todesopfer.

Die Krise bekommen auch die Menschen im kleinen Andover zu spüren. Allein in dem Pflegeheim starben zuletzt insgesamt 68 Menschen, 26 Personen davon waren positiv auf den Virus getestet worden – darunter auch zwei Krankenschwestern. Bei den restlichen Todesfällen ist die Ursache noch ungeklärt, Obduktionen stehen noch aus.

"Das Pflegeheim war einfach überwältigt von der Menge der Toten", sagte Eric C. Danielson, der Polizeichef in Andover. der "New York Times". In der Pflegeeinrichtung sind aktuell noch 76 weitere Patienten und 41 Mitarbeiter an COVID-19 erkrankt, sie alle sind nun in Quarantäne, wie die "New York Times" berichtet. Dies gehe aus Gesundheitsakten hervor, die am Mittwoch mit einem Bundesbeamten geteilt wurden, berichtet die US-Zeitung.

"Große Schwäche im System"

Mit Betten für 700 Patienten ist "Andover Subacute" die größte lizenzierte Pflegeeinrichtung in New Jersey. Dreizehn der am Montag entdeckten Leichen wurden in einen Kühlwagen vor einem Krankenhaus im nahe gelegenen Newton gebracht, sagte Danielson. Ein Bestattungsunternehmen trifft Vorkehrungen, um die restlichen vier abzuholen.

New Jerseys Gouverneur Philip D. Murphy sagte, dass der Bundesstaat, sobald die Bedrohung durch die Pandemie vorüber sei, einen genauen Blick darauf werfen müsse, was schief gelaufen ist. "Es ist ziemlich klar, dass es eine große Schwäche im System der Langzeitpflegeeinrichtungen gibt", sagte er.

Von der Anzahl der entdeckten Leichen war der Gouverneur nicht überrascht. "Ich weiß nicht, ob ich auf irgendeine Weise schockiert bin", sagte der Demokrat Murphy.

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Verwendete Quellen
  • Eigene Recherche
  • Bericht der New York Times (engl.)
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