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Kritik an Studie: Drosten l├Ąsst die "Bild" abblitzen

Von t-online, nhr

Aktualisiert am 26.05.2020Lesedauer: 2 Min.
Christian Drosten: Der Virologe hat sich bei Twitter ├╝ber die "Bild" ge├Ąrgert ÔÇô und viel Zuspruch erhalten.
Christian Drosten: Der Virologe hat sich bei Twitter ├╝ber die "Bild" ge├Ąrgert ÔÇô und viel Zuspruch erhalten. (Quelle: Reiner Zensen/imago-images-bilder)
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Er arbeitet an einer wichtigen Studie zur Ausbreitung des Coronavirus. Die "Bild" will dar├╝ber kritisch schreiben, gibt Virologe Drosten aber kaum Zeit, um auf Fragen zu antworten. Mit seiner Reaktion rechnete das Blatt vermutlich nicht.

Es geht um die Viruslasten bei verschiedenen Altersgruppen: Die "Bild"-Zeitung will kontrovers ├╝ber eine Studie von Christian Drosten und seinen Kollegen berichten, gibt dem Virologen allerdings nur eine Stunde Zeit, um Stellung zu nehmen zu Kritik an seiner Arbeit. Die Anfrage landete in einem kritischen Post auf Twitter. Drosten wirft der "Bild" darin vor, eine "tendenzi├Âse Berichterstattung" zu planen und im Zuge dessen "Zitatfetzen von Wissenschaftlern ohne Zusammenhang" bem├╝ht zu haben.

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In dem Bericht erhebt das Blatt den Vorwurf, dass Methode und Ergebnis der Studie ├╝ber das Ansteckungsrisiko durch Kinder sich widersprechen w├╝rden. Zu Wort kommt der Schweizer Epidemiologen Leonhard Held, dem zufolge die Erkenntnisse der Truppe um Drosten "mit einiger Vorsicht" zu interpretieren seien. Zitiert wird weiter ein US-Wirtschaftsprofessor mit der Aussage, dass die Studie zur Debatte um Schul├Âffnungen keinen Beitrag leiste. Das Blatt res├╝miert, dass Drosten "komplett daneben" liege. Es konfrontiert den Virologen mit Fragen, die dieser binnen 60 Minuten beantworten m├Âge. Drosten ├Ąrgert das, er kommentiert: "Ich habe Besseres zu tun."

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Drostens "Bild"-Kritik bekommt viel Zuspruch

Der Springer-Verlag, zu dem die "Bild"-Zeitung geh├Ârt, ├Ąu├čerte sich auf Nachfrage von t-online.de nicht zu dem Fall. Der Chefredakteur der "Bild", Julian Reichelt, ├Ąu├čerte sich am Nachmittag auf Twitter. Drostens Reaktion zeige, schreibt Reichelt, wie angefasst der Wissenschaftler wegen der Recherche seines Blattes sei.

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Allerdings distanzierte sich sp├Ąter auch einer der zitierten Forscher von dem "Bild"-Bericht. Der Mannheimer Statistik-Professor Christoph Rothe schreibt auf Twitter: "Niemand von "Bild" hat mit mir gesprochen, und ich distanziere mich ausdr├╝cklich von dieser Art der Berichterstattung."

F├╝r sein Vorgehen, die Anfrage der "Bild" zu ver├Âffentlichen und zu kommentieren, erntet Drosten viel Zuspruch. So schreibt etwa die Schriftstellerin Hatice Aky├╝n: "Was Spiegel-Titelgeschichten und Presserat-R├╝gen jahrelang nicht geschafft haben, erledigt Dr. Drosten mal eben mit einem Tweet. Chapeau!" Ein weiterer User kommentiert: "Auch mein erster Gedanke. Eine Email (!) mit der Frist um Beantwortung innerhalb einer Stunde ist absolut unrealistisch, bzw. absichtlich. Schon gar bei dem Sachverhalt."

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SPD-Bundesvize Kevin K├╝hnert nahm die kurze Fristsetzung f├╝r einen Seitenhieb gegen den Reporter der "Bild" auf. Als dieser vor zwei Jahren eine Titelgeschichte ├╝ber ihn schrieb, h├Ątte man ihm noch drei Stunden zur Beantwortung gegeben. "Der Journalismus ist aber auch wirklich schnelllebig geworden", witzelte K├╝hnert. Der SPD-Politiker meinte einen Bericht des Blattes ├╝ber eine angebliche "Schmutzkampagne bei der SPD" im Februar 2018. Es stellte sich heraus, dass die "Bild" auf eine Satire-Aktion des Magazins "Titanic" hereingefallen war.

Es gab aber auch Kritik am Vorgehen Drostens. Denn dieser hatte die Anfrage zun├Ąchst mit allen Kontaktdaten des "Bild"-Reporters ver├Âffentlicht. Dazu schreibt etwa ein Twitter-User: "Ich finde ihre Reaktion richtig. Trotzdem sollten Sie die Kontaktdaten von Herrn Piatov wie seine Handynummer aus dem Screenshot l├Âschen." Was Drosten anschlie├čend auch tat. Er entfernte seinen Ursprungs-Tweet und postete die "Bild"-Anfrage noch einmal ÔÇô diesmal ohne Kontaktdaten des Reporters.

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