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Ratten in Großstädten: Nach dem Corona-Lockdown droht eine Plage wie in London

Plage wie in Großbritannien?  

Nach dem Lockdown droht der Rattenalarm

02.03.2021, 18:50 Uhr | lr, t-online

Ratten in Großstädten: Nach dem Corona-Lockdown droht eine Plage wie in London. Profiteure der Corona-Krise: Ratten breiten sich in London aus (Symbolbild). (Quelle: imago images/photothek)

Profiteure der Corona-Krise: Ratten breiten sich in London aus (Symbolbild). (Quelle: photothek/imago images)

Nach monatelangem Lockdown wartet auf Ladenbesitzer und Unternehmer möglicherweise eine böse Überraschung. Davor warnen zumindest Schädlingsbekämpfer in Großbritannien.

Ein Plus von 51 Prozent nach dem ersten Lockdown im Frühjahr 2020, ein Plus von 78 Prozent im zweiten Lockdown im November – und nun? Der Verband britischer Schädlingsbekämpfer bereitet sich laut CNN auf erneute Rekordzahlen vor. Es geht dabei offiziell um Einsätze wegen Nagetieren. Doch vor allem geht es um Ratten. Und noch mehr Ratten.

Die Population der Nager auf der Insel ist laut Schätzung des Verbands im Corona-Jahr 2020 um 25 Prozent auf 150 Millionen angestiegen. Das deckt sich mit dem Eindruck vieler Menschen in Großstädten wie London oder Manchester, die vermehrt auf Ratten treffen. Auch auf die Titelseiten der großen Boulevardblätter schaffte es die Plage in den vergangenen Monaten mehrfach.

Auch deutsche Städte melden Rattenplagen

Ob die Nager sich wirklich so drastisch vermehrt haben, lässt sich nur schwer erfassen. Wissenschaftliche Daten dazu gibt es kaum. Auf jeden Fall kommen sie aber häufiger mit den Menschen in Kontakt. Das liegt den Experten zufolge daran, dass Restaurants und Cafés seit Monaten geschlossen haben. Weil sich die Ratten also nicht mehr aus den Abfällen dort ernähren können, sind sie in Wohngebiete ausgewichen – und gehen dort auf Nahrungssuche.

Der Verband der britischen Schädlingsbekämpfer weist jedoch darauf hin, dass viele Ratten sich auch in leerstehenden Büros und Geschäften eingenistet haben könnten. Sie bräuchten grundsätzlich nicht viel zum Überleben, zurückgelassene Lebensmittel könnten ausreichen. "Die große Sorge ist, dass Inhaber von Restaurants oder Geschäften in den kommenden Monaten erheblichen Ratten- oder Mäusebefall feststellen werden", schreiben die Schädlingsbekämpfer.

Auch deutsche Städte wie das badische Müllheim meldeten in den vergangenen Wochen Probleme mit Ratten. In Magdeburg (Sachsen-Anhalt) war im vergangenen Herbst schon von einer historischen Rattenplage die Rede. Erklärung jeweils: der Lockdown. Bleibt nur zu hoffen, dass der große Rattenalarm in Geschäften zumindest ausfällt.

Verwendete Quellen:

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