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Deutsche reisen f├╝r fr├╝here Corona-Impfung ins Ausland

dpa, Von Christian Thiele

Aktualisiert am 18.04.2021Lesedauer: 3 Min.
Enno Lenze aus Berlin: Der Berliner hat sich in Moskau impfen lassen.
Enno Lenze aus Berlin: Der Berliner hat sich in Moskau impfen lassen. (Quelle: Christian Thiele/dpa-bilder)
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In Deutschland lassen Impftermine lange auf sich warten. Deshalb reisen einige Deutsche nun ins Ausland, um sich schon fr├╝her gegen das Coronavirus impfen zu lassen. Ein beliebtes Ziel ist derzeit Russland.

Ein kurzer Piks und Enno Lenze atmet auf. Der 38-j├Ąhrige Berliner hofft nun, dass m├Âgliche Nebenwirkungen seiner Corona-Impfung nicht so schnell kommen ÔÇô damit er so viel wie m├Âglich von der russischen Hauptstadt Moskau sehen kann. "Wenn ich fit bin, besuche ich ein Museum nach dem anderen", sagt Lenze der Deutschen Presse-Agentur.


Diese Politiker sind gegen Corona geimpft

Die Impfungen in Deutschland gehen voran: Nun k├Ânnen sich ├╝ber 60-J├Ąhrige und Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen gegen das Coronavirus impfen lassen. Einige Politiker haben den Anfang gemacht.
Angela Merkel: Die 66-j├Ąhrige Bundeskanzlerin wurde am 16. April 2021 mit dem Astrazeneca-Impfstoff geimpft.
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Er ist mit etwa 50 anderen Deutschen zur "Spritztour" nach Russland geflogen, um sich Sputnik V verabreichen zu lassen. In Deutschland h├Ątte er wom├Âglich erst Ende des Jahres einen Impftermin bekommen, sagt er. "Man wei├č es einfach nicht."

Zahlreiche Anfragen f├╝r Impffl├╝ge

Es ist schon der zweite Impfflug, den der norwegische Reiseveranstalter World Visitor nach Moskau anbietet. "Bis September wollen wir jede Woche 50 Leute nach Moskau bringen", sagt der M├╝nchner B├╝roleiter Hans Blank. Er spricht von "wahnsinnig" vielen Anfragen.

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F├╝r den russischen Staat, der international den Impfstoff vermarktet, sind solche Nachrichten willkommen: Deutsche, die sich angesichts des vielfach beklagten Impf-Chaos in ihrer Heimat, nach Russland retten. Russlands Staatsfernsehen wird diese Bilder auszuschlachten wissen.

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Und so werden einige der deutschen Reisegruppe von Reportern umlagert. Hier ein Interview, da ein Interview. Sie m├╝ssen anders als der Rest nicht in eine Privatklinik, sondern bekommen die Spritze direkt im Hotel verabreicht. Doch nicht alle sind vom Blitzlichtgewitter und den Mikrofonen begeistert.

Teures Vergn├╝gen f├╝r Reisende

Der Trip nach Moskau ist nicht billig. 150 Euro f├╝r die Impfung und 1.000 Euro f├╝r die Reise samt Flug, rechnet Lenze vor. In drei Wochen f├╝r die zweite Dosis Sputnik kommt der Berliner wieder nach Moskau. Thomas Waller, 24, bleibt in dieser Zeit sogar in Russland. Im Herbst wolle er sein Fachabitur machen. "Ich habe jetzt genug Zeit."

"Die Impfung ist ein Antrieb, Freunde und Familie in Moskau zu treffen, der zweite Antrieb", sagt ein Anwalt aus Hamburg. "Meine Frau ist Russin." Wegen der geschlossenen Grenzen in der Pandemie habe er lange nicht nach Moskau fliegen k├Ânnen. Seit kurzem d├╝rfen Deutsche mit g├╝ltigem Visum wieder auf dem Luftweg einreisen. Vorher w├Ąre eine solche Impfreise nicht m├Âglich gewesen.

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Impfung selbst in Einkaufsm├Ąrkten m├Âglich

In Deutschland gebe es nicht genug Impfstoff, sagen zwei M├Ąnner vor ihrer Impfung in die russischen Fernsehkameras. Russland hatte im August vorigen Jahres mit Sputnik V das weltweit erste Vakzin f├╝r eine breite Anwendung in der Bev├Âlkerung freigegeben. Mittlerweile sind zwei weitere russische Wirkstoffe auf dem Markt. W├Ąhrend man sich in der Hauptstadt Moskau selbst in Einkaufsm├Ąrkten impfen lassen kann, m├╝ssen in anderen Regionen viele l├Ąnger auf Impftermine warten.

Ob sich Kremlchef Wladimir Putin ├╝ber die Bilder von Deutschen bei einer Impfung in Moskau freue, wird eine Reporterin des russischen Staatsfernsehens nach dem Interview mit zwei Deutschen gefragt. Es gehe doch darum, mit den Vakzinen Menschenleben zu retten ÔÇô und nicht um Politik, sagt sie.

Der 68 Jahre alte Putin hat am Tag vor der Impfung der Deutschen seine zweite Spritze bekommen. Der Kreml meint danach, es gehe ihm gut ÔÇô w├Ąhrend andere nach einer Impfung mit Sputnik etwa kurzzeitig ├╝ber Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen klagten.

"Spritztouren" auch in weiteren L├Ąndern

Impfreisen gibt es auch in andere Teile der Welt. Florida zum Beispiel. "Russland war das einzige Angebot, was ich wahrnehmen konnte", erz├Ąhlt Lenze. "USA ging wegen eines Visums nicht, in Serbien gab es keine freien Termine." Von solchen "Spritztouren" profitieren aus Sicht des Reiseveranstalters Hans Blank viele: der vor Corona gesch├╝tzte Kunde, Hotels, Fluggesellschaften, Gastronomen und nat├╝rlich er selbst. Das sei aber nur "ein kleines Gesch├Ąft", meint er. "Das ist besser, als nichts zu tun zu haben."

Eigentlich hatte die russische F├╝hrung stets betont, dass zuerst die eigene Bev├Âlkerung geimpft werden soll. Doch Bilder von Ausl├Ąndern, die sich in Russland spritzen lassen, sind willkommen f├╝r die Vermarktung des Vakzins. In dem Riesenreich selbst sind erst vergleichsweise wenige Menschen geimpft. Vize-Regierungschefin Tatjana Golikowa spricht am Freitag von acht Millionen Geimpften ÔÇô das sind erst mehr als f├╝nf Prozent der Bev├Âlkerung. In Deutschland sind laut Corona-Lagebericht des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Freitag 6,4 Prozent der Bev├Âlkerung vollst├Ąndig geimpft.

Wie sieht es aus mit dem Vertrauen in Sputnik V, den die Europ├Ąische Arzneimittelbeh├Ârde f├╝r eine m├Âgliche Zulassung in Europa pr├╝ft und deren Experten in Moskau sind? "Ich traue dem Impfstoff", sagt der Anwalt aus Hamburg. Andere verweisen auf die Fachzeitschrift "The Lancet", die bescheinigt hat, dass der Wirkstoff eine Immunantwort anregt. Enno Lenze sieht das auch so: "Es haben schon Millionen Leute Sputnik V bekommen ÔÇô und die sind heute nicht alle tot."

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