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Seilbahnunglück in Norditalien: Notbremse seit Jahren manipuliert?

Seilbahnunglück in Italien  

War die Notbremse der Seilbahn seit Jahren manipuliert?

01.06.2021, 18:16 Uhr | dpa, t-online

Festnahmen nach Seilbahnunglück in Norditalien

Nach einem Gondelunglück in Norditalien am Pfingstsonntag mit 14 Toten sind Medienberichten zufolge drei Menschen festgenommen worden. Ein Sicherheitsbremssystem soll "manipuliert" worden sein. (Quelle: t-online/Reuters)

Norditalien: Nach einem Gondelunglück am Lago Maggiore mit 14 Toten sind drei Menschen festgenommen worden. (Quelle: t-online)


Eine manipulierte Notbremse soll die Ursache des Seilbahnunglücks In Norditalien gewesen sein. ZDF-Recherchen zeigen jetzt, dass die Seilbahn womöglich jahrelang so in Betrieb war.

Neue Recherchen legen nahe, dass die abgestürzte Seilbahn in Norditalien möglicherweise jahrelang ohne funktionierende Notbremse eingesetzt wurde. Das geht aus einem Bericht des ZDF hervor. Der Fernsehsender bezieht sich dabei auf Aufnahmen eines Schweizer Hobbyfilmers, der in der Seilbahnbranche tätig war.

Die Videos aus den Jahren 2014, 2016 und 2018 zeigen die Gondel mit sogenannten Gabeln, die die Notbremse außer Gefecht setzen. Diese dürfen nur bei Wartungsarbeiten eingesetzt werden. Ein zweiter Seilbahnexperte bestätigte dem ZDF den Einsatz der Gabeln in den Aufnahmen. 

Am Sonntag vor einer Woche starben 14 Menschen, als am Monte Mottarone westlich des Lago Maggiore (Piemont) das Zugseil der Seilbahn riss, die Gondel talwärts stürzte und zerschellte. Nur ein kleiner Junge überlebte. Die Justiz will in weiteren Untersuchungen klären, warum das Zugseil riss und wer noch von den Klammern an der Notbremse wusste. 

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