Sie sind hier: Home > Panorama >

Nach Entlassung aus Gefängnis: Amerikaner spenden für 43 Jahre unschuldig Inhaftierten

Nach Entlassung aus Gefängnis  

Amerikaner spenden für 43 Jahre unschuldig Inhaftierten

25.11.2021, 20:02 Uhr | dpa

Nach Entlassung aus Gefängnis: Amerikaner spenden für 43 Jahre unschuldig Inhaftierten. Kevin Strickland war 1979 wegen einer Gewalttat mit drei Toten zu lebenslanger Haft ohne Möglichkeit auf Bewährung verurteilt worden - er hatte stets seine Unschuld beteuert.

Kevin Strickland war 1979 wegen einer Gewalttat mit drei Toten zu lebenslanger Haft ohne Möglichkeit auf Bewährung verurteilt worden - er hatte stets seine Unschuld beteuert. Foto: Rich Sugg/The Kansas City Star/AP/dpa. (Quelle: dpa)

Kansas City (dpa) - Tausende Menschen haben für einen Mann, der mehr als vier Jahrzehnte unschuldig in den USA hinter Gittern saß, Geld gespendet.

Bis Donnerstagmittag (Ortszeit) kamen auf einerSpenden-Websiteim Netz mehr als 900.000 US-Dollar (rund 800.000 Euro) zusammen. Der 62-jährige Kevin Strickland war am Dienstag nach rund 43 Jahren Gefängnis im Bundesstaat Missouri entlassen worden. Er war 1979 wegen einer Gewalttat mit drei Toten zu lebenslanger Haft ohne Möglichkeit auf Bewährung verurteilt worden.

Auf eine Entschädigung hat der Mann keinen Anspruch. Dies wäre in Missouri nur möglich gewesen, wenn das Urteil aufgrund eines DNA-Beweises aufgehoben worden wäre, so die Organisation Midwest Innocence Project. Sie hatte auch die Freilassung Stricklands vorangetrieben und nun die Spendenkampagne für ihn ins Leben gerufen.

Aus dem Gefängnis im Rollstuhl

"Nichts, was wir Ihnen geben, kann den Zeitverlust ausgleichen. Ich hoffe nur, dass Ihr Leben dadurch frei von finanziellen Sorgen wird", schrieb eine Spenderin auf der Website.

Stricklands Fall ist eine der längsten unrechtmäßigen Inhaftierungen der US-Justizgeschichte. Es gebe keine Beweise, dass Strickland tatsächlich am Tatort gewesen sei, zudem habe die damalige Hauptzeugin ihre Aussage widerrufen, hatte der zuständige Richter seine Freilassung begründet. Der 62-Jährige hatte stets seine Unschuld beteuert.

Der Fall hat viele Menschen in den USA berührt. Strickland hatte das Gefängnis im Rollstuhl verlassen und angekündigt, nun endlich einmal das Meer sehen zu wollen.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Madeleinetchibo.deOTTOWeltbildbonprix.deLIDLBabistadouglas.deKlingel

shopping-portal

Hinweis:

Der Internet Explorer wird nicht länger von t-online unterstützt!

Um sicherer und schneller zu surfen, wechseln Sie jetzt auf einen aktuellen Browser.

Wir empfehlen unseren kostenlosen t-online-Browser: