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Corona-Zahlen auf Höchststand - aber zunehmend unvollstÀndig

Von dpa
Aktualisiert am 19.01.2022Lesedauer: 3 Min.
Die Sieben-Tage Inzidenz steigt auf 584,4.
Die Sieben-Tage Inzidenz steigt auf 584,4. (Quelle: Hauke-Christian Dittrich/dpa./dpa)
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Berlin (dpa) - Es sind Zahlen, wie sie Deutschland in der Corona-Pandemie noch nicht gesehen hat: Erstmals mehr als 100 .00 Neuinfektionen binnen eines Tages meldet das Robert Koch-Institut (RKI) am Mittwoch. Sieben-Tage-Inzidenz: 584.

Betroffen sind bisher vor allem jĂŒngere Menschen - einer der möglichen GrĂŒnde, aus dem ein vergleichbarer Anstieg von Patientenzahlen in Kliniken bisher nicht zu sehen ist. Doch die Ausbreitung der Omikron-Variante, mit der sich auch Geimpfte und Genesene eher wieder anstecken können, wird nach EinschĂ€tzung von Fachleuten schnell weitergehen. Vor Monaten noch unvorstellbare Höchstwerte scheinen eine Frage der Zeit zu sein, auch wenn das RKI schon vor Tagen auf eine wachsende UnvollstĂ€ndigkeit der Meldedaten hinwies.

Meldesystem am Limit

Eine vollstĂ€ndige Erfassung der Infizierten gab es nie und war auch nie angestrebt - auch nicht bei anderen Infektionskrankheiten wie der Grippe, hieß es vom RKI. In Zeiten hoher Inzidenz gehen Fachleute generell von höherer Untererfassung aus als bei niedrigen Fallzahlen. Insbesondere in diesen und den kommenden Tagen dĂŒrften also noch weit mehr Menschen tatsĂ€chlich infiziert sein als in der Statistik ausgewiesen.

Mit Laboren und GesundheitsĂ€mtern an den KapazitĂ€tsgrenzen gewinnen aus Expertensicht andere Indikatoren an Bedeutung: RKI-PrĂ€sident Lothar Wieler etwa sprach kĂŒrzlich von einer "neuen Phase der Pandemie", in der weniger die reine Fallzahl, sondern die Zahl der Schwerkranken entscheidend sein wird. Schon lange betont das RKI, dass der Blick sich ohnehin weniger auf einzelne Tageswerte, sondern auf ein Gesamtbild richten sollte. Aktuell gelte: Meldezahlen verlören nicht völlig ihre Bedeutung.

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Weitere Indikatoren

Es gibt eine ganze Reihe weiterer Datenquellen, mit denen das RKI sich auch kĂŒnftig in der Lage sieht, die Trends verlĂ€sslich einzuschĂ€tzen. Zu akuten Atemwegserkrankungen etwa laufen mehrere Überwachungsprogramme, die unter anderem auch den ambulanten Bereich einbeziehen. Die seitenlangen RKI-Wochenberichte zu Corona drehen sich lĂ€ngst nicht nur um Neuinfektionen und Inzidenz. Im Fokus des öffentlichen Interesses steht all dies aber bisher weniger, teils auch wegen der hohen KomplexitĂ€t. Bei der Hospitalisierungsinzidenz hingegen, die seit einigen Monaten ĂŒber Krankenhauseinweisungen Aufschluss geben soll, ist es so, dass viele Fachleute eingeschrĂ€nkte Aussagekraft sehen, etwa wegen hohen Meldeverzugs. Es waren zuletzt Forderungen nach einer Nachbesserung laut geworden.

Folgen fĂŒr den Einzelnen

PCR-Tests auf vagen Verdacht hin und ohne Symptome dĂŒrften der Vergangenheit angehören. Eine Warnung ĂŒber einen möglichen Risikokontakt via Corona-Warn-App zum Beispiel gilt unter Fachleuten nicht zwangslĂ€ufig als Anlass dafĂŒr. Auch ob kĂŒnftig jeder positive Schnelltest im Labor nachgeprĂŒft werden kann, ist fraglich. Allerdings fließen nur die im Labor bestĂ€tigten FĂ€lle in die Meldedaten ein - wĂŒrde man dabei nun auch positive Schnelltests berĂŒcksichtigen, könnte eine schlechtere Vergleichbarkeit mit den bisherigen Pandemiedaten drohen.

FĂŒr Wissenschaftler, die Modellierungen ĂŒber weitere mögliche VerlĂ€ufe der Pandemie anstellen, ist es eine schwierige Phase. "Viele Kennzahlen zu Omikron, die wir fĂŒr gute Prognosen brĂ€uchten, sind noch unklar", sagte der Greifswalder Bioinformatiker Lars Kaderali der Deutschen Presse-Agentur. Wie werden die KrankheitsverlĂ€ufe ausfallen? Wie genau beeinflussen die teils regional in Deutschland variierenden KontaktbeschrĂ€nkungen die Virusausbreitung? Ergebnisse aus dem Ausland sind nicht 1:1 auf Deutschland ĂŒbertragbar, weil sich jeweils Faktoren wie etwa Impfquote, Altersstruktur der Bevölkerung, Grad an bereits durchgemachten Infektionen und EindĂ€mmungsmaßnahmen unterscheiden.

Die letzte Welle?

Zu erwarten sei, dass die Ansteckungen erst einmal schnell weiter zunehmen dĂŒrften, bevor es zu einer gewissen SĂ€ttigung und dann einem RĂŒckgang komme, sagte Kaderali, der Mitglied des Expertenrats der Bundesregierung ist. "Die Preisfrage ist, wann die Ansteckungen auf die Krankenhauseinweisungen durchschlagen." Der Vorteil der wohl weniger schwerwiegenden Omikron-VerlĂ€ufe - wodurch das Gesundheitssystem höhere Inzidenzen als bisher verkraftet - könne frĂŒher oder spĂ€ter durch die schiere Zahl an FĂ€llen aufgewogen werden. Ob dann noch einmal mehr KontaktbeschrĂ€nkungen nötig sind, ist fĂŒr Kaderali noch nicht sicher. "Die Hoffnung ist, dass dies die letzte große pandemische Welle ist, die wir sehen."

Wie geht es weiter? Mehrere Experten wollen sich auf Anfrage nicht festlegen. Kaderali sagte, man könne auch nicht an einer bestimmten Inzidenzschwelle festmachen, wann Omikron fĂŒr die kritische Infrastruktur ernsthaft problematisch wird. "Es ist nicht so, dass zum Beispiel bei Inzidenz 900 bundesweit noch alles funktioniert, aber bei 1000 dann nicht mehr."

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