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Nach Lynchmord: Gericht in Algerien verurteilt 49 Menschen


Algerien
Nach Lynchmord: Gericht verurteilt 49 Menschen

Von t-online
25.11.2022Lesedauer: 1 Min.
August 2021 in Algerien: Bei heftigen Waldbränden starben damals mindestens 90 Menschen.Vergrößern des BildesAugust 2021 in Algerien: Bei heftigen Waldbränden starben damals mindestens 90 Menschen. (Quelle: Fateh Guidoum/dpa)
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2021 wüteten heftige Waldbrände in Algerien. Ein Mann, der für einen Brandstifter gehalten worden war, wurde ermordet. Nun sprach ein Gericht 49 Urteile.

Sie hatten einen Mann irrtümlich der Brandstiftung beschuldigt und verbrannt – nun sind 49 Menschen in Algerien wegen Lynchmords verurteilt worden. Das berichten mehrere Medien unter Berufung auf die algerische Nachrichtenagentur APS. Ein Gericht in Algier sprach demnach in den 49 Fällen die Todessstrafe aus, wandelte die Strafe aber in lebenslange Haft um. In Algerien gilt seit 1993 ein Moratorium für die Todesstrafe.

Im August 2021 hatten im Norden Algeriens heftige Waldbrände gewütet. Dabei kamen mindestens 90 Menschen ums Leben. Das Opfer des Lynchmords machten die nun Verurteilten damals als Brandstifter aus, der Mann war als Verdächtigter auf eine Polizeistation gebracht worden.

Verbrannt bei lebendigem Leib

Der Mob griff die Wache an und zerrte den Mann hinaus, berichtet der "Kurier". Polizisten hätten demzufolge noch versucht, dem Opfer zu helfen, dabei aber selbst Verbrennungen erlitten.

Die aufgebrachte Gruppe soll den Mann schließlich angezündet und bei lebendigem Leib verbrannt haben. Tatsächlich war der Mann als freiwilliger Helfer zur Bekämpfung der Waldbrände in die Region gekommen. Der Lynchmord hatte in Algerien großes Entsetzen ausgelöst. 28 weitere Personen erhielten Gefängnisstrafen zwischen zwei und zehn Jahren, 17 weitere wurden freigesprochen.

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