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Gutachten nähren Zweifel an Priklopils Selbstmord

Von afp, dpa, t-online
Aktualisiert am 19.04.2016Lesedauer: 2 Min.
Natascha Kampusch 2013 bei der Premiere ihrer Buchverfilmung "3096 Tage". Wolfgang Priklopil hatte sie mehr als acht Jahre lang gefangen gehalten.
Natascha Kampusch 2013 bei der Premiere ihrer Buchverfilmung "3096 Tage". Wolfgang Priklopil hatte sie mehr als acht Jahre lang gefangen gehalten. (Quelle: dpa-bilder)
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Zwei neue Privatgutachten stützen die Zweifel am Selbstmord des Kampusch-Entführers Wolfgang Priklopil. Diese Zweifel hatte Karl Kröll, Bruder des inzwischen verstorbenen Chef-Ermittlers von damals, bereits im Februar in Form einer Anzeige bei der Wiener Oberstaatsanwaltschaft eingebracht.

Die Oberstaatsanwaltschaft Wien prüfe die beiden neuen Privatgutachten. Der Sprecher der Behörde bestätigte den Eingang der Papiere und die Anzeige. "Spiegel Online" hatte zuerst über die neuen Gutachten berichtet.


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Zum Inhalt und zur Qualität der Expertisen gab die Behörde keine Stellungnahme ab. Es werde weiter untersucht, ob die Anzeige gegen Unbekannt wegen Mordverdachts überhaupt neue Aspekte enthalte. Wie lange das noch dauern könne, sei unklar.

In den von Kröll beauftragten Gutachten heißt es, dass "der Todesfall Wolfgang Priklopil als höchst bedenklich zu bewerten und Fremdverschulden auf Basis der vorliegenden Befunde durchaus als möglich zu erachten" sei.

Im Kellerverlies gefangen gehalten

Natascha Kampusch war 1998 als Zehnjährige auf dem Schulweg entführt und von Priklopil in einem nicht einmal sechs Quadratmeter großen Kellerverlies bei Wien eingesperrt worden. Im August 2006 gelang ihr nach achteinhalb Jahren Gefangenschaft, in der sie geschlagen und missbraucht wurde, die Flucht. Ihr Peiniger wurde am selben Tag tot aufgefunden, er war von einem Zug erfasst worden. Nach Ansicht der zuständigen Ermittler nahm sich Priklopil das Leben.

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Diese Theorie bezweifelt Karl Kröll, der Bruder des inzwischen verstorbenen Polizei-Chefermittlers Franz Kröll, der seinerzeit den Entführungsfall federführend untersuchte.

Chef-Ermittler nicht überzeugt

Franz Kröll hatte den Fall vor seinem Suizid nicht für aufgeklärt gehalten. Auch die Einzeltäter-Theorie hielt er nicht für bewiesen. Er weigerte sich, am 8. Januar 2010 an der Pressekonferenz teilzunehmen, auf der die Einstellung des Verfahrens verkündet wurde. Fünfeinhalb Monate später wurde er tot aufgefunden - mit einem Kopfschuss aus seiner Dienstwaffe.

Der Tod des Bruders habe Karl Krölls Leben verändert, er kämpfe seither um die weitere Aufklärung des Falls. Er beteuert laut "Spiegel Online", es gehe ihm "nicht um Rache oder Rehabilitation vom Franz". Und weiter: "Wer nichts gegen einen Mordverdacht unternimmt, begünstigt Tatverdächtige. Dazu bin ich nicht bereit." Theoretisch könnte Priklopil also bereits tot auf die Gleise gelegt worden sein.

Gerichtsmediziner hielt Standards nicht ein

In diesem Zusammenhang sei nun auch das Gutachten der Rechtsmediziner Johann Missliwetz und Martin Grassberger eingereicht worden. Es belege, dass der damals zuständige Rechtsmediziner versäumte, zwischen Selbst- und Fremdtötung zu differenzieren.

Der Gerichtsmediziner im Fall Priklopil sei nicht nach den "üblichen rechtsmedizinischen Standards und üblichen Vorgangsweisen, nicht einmal (nach) denen eines durchschnittlich sorgfältigen Facharztes der Rechtsmedizin" vorgegangen, schreiben Missliwetz und Martin Grassberger laut "Spiegel Online" in ihrem Gutachten. Wichtige Untersuchungen seien unterblieben.

Technisches Gutachten fehlt

Nach Ansicht von Missliwetz und Grassberger wurden den Angaben zufolge insgesamt sieben Punkte missachtet, die für eine begründete, umfassende und sorgfältige Expertise notwendig gewesen wären. Auch sei kein technisches Gutachten verfasst worden, um eine Korrelation der Verletzungen mit der Fahrzeugfront abzugleichen.

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