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New Orleans - 10 Jahre nachdem Hurrikan Katrina wütete


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Schwimmende Särge, zerstörte Leben und Hoffnung

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Aktualisiert am 28.08.2015Lesedauer: 3 Min.
Ein Friedhof in New Orleans Ende August 2005 (auf dem Bild) und heute.
Ein Friedhof in New Orleans Ende August 2005 (auf dem Bild) und heute. (Quelle: Reuters-bilder)
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Vor zehn Jahren suchte eine der schlimmsten Naturkatastrophen der US-Geschichte die Menschen im Süden der Vereinigten Staaten heim. Hurrikan "Katrina" richtete Ende August 2005 verheerende Schäden in den Küstenregionen in Florida, Louisiana, Mississippi, Alabama und Georgia an. Besonders schlimm traf es New Orleans, wo der Wirbelsturm am 29. August seine volle Zerstörungskraft entfaltete.

Der Metropole am Mississippi wurde ihre geographische Lage direkt am Golf von Mexiko zum Verhängnis. Denn dort gewann der aus der Karibik heranrasende Wirbelsturm schnell an Stärke. Mehrere Brüche im Deichsystem führten dazu, dass 80 Prozent des Stadtgebietes bis zu acht Meter tief unter Wasser standen.


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"Katrina" und die Folgen kosteten offiziellen Angaben zufolge 1836 Menschen das Leben. Der Sachschaden belief sich auf etwa 108 Milliarden US-Dollar. Tausende Menschen wurden oder werden immer noch vermisst. Mehr als eine Million wurden obdachlos. Massenevakuierungen waren an der Tagesordnung. In den Wochen und Monaten nach dem Wirbelsturm zeigte sich ein Bild von Tod, Zerstörung und Verzweiflung.

Vororte von New Orleans standen nach dem Hurrikan unter Wasser.

Auch die Innenstadt der Metropole am Mississippi war überflutet (li.). Heute erstrahlt eines der Wahrzeichen der Stadt, der Superdome, wieder in vollem Glanz (re.).

"Katrina" zerstörte tausende Häuser und machte ebenso viele Menschen, die ihr gesamtes Hab und Gut verloren, über Nacht obdachlos. Millionen Menschen in der gesamten Region im Süden der USA hatten über Wochen kein Wasser und keinen Strom.

Das schreckliche Straßenbild in New Orleans nach dem Hurrikan: Ein Toter liegt im Französischen Viertel, wo sonst gefeiert und getanzt wird. Die hygienischen Bedingungen waren katastrophal, Seuchengefahr breitete sich aus, ein bestialischer Gestank lag in der Luft.

Als das Wasser nach und nach absank, wurde das ganze Ausmaß der Katastrophe deutlich. Geröllmassen und Schrott blieben zurück. New Orleans war eine riesige Müllhalde.

Der Photograph Carlos Barria hatte damals die Bilder der Verwüstung aufgenommen, auch im nördlichen Vorort North Shore. Es zeigt den Anwohner Michael Rehage auf dem Dach seines mit Schlamm bedeckten Autos. Heute ist das Viertel wieder bewohnbar.

Errol Morning schipperte nach dem Hurrikan mit seinem Boot über eine überflutete Straße am Rande von New Orleans. Der idyllische Sonnenuntergang im Hintergrund wirkt irgendwie unpassend angesichts der tristen Szenerie. Heute fahren dort wieder Autos.

Trotzdem sind viele Teile um New Orleans herum bis heute unbewohnbar. Und auch die Natur trug schwere Schäden davon: Viele Lebensbereiche für Flora und Fauna wurden einfach davon gespült. Chemikalien, Öl und Pestizide in den Wassermassen führten zudem zu einem Massentiersterben im Wasser und auf dem Land.

So setzte eine große Flucht aus der Stadt ein. Die Menschen, die in den Fluten alles verloren hatten, sahen keine Zukunft mehr für sich. Aber viele Menschen wie Joshua Creek wollten ihre Heimat nicht verlassen. Sie blieben, wenn auch voller Verzweiflung. Heute scheint für viele von ihnen wieder die Sonne: Die Opfer von damals, die nicht gegangen waren, haben ihre Stadt mit ihren eigenen Händen einfach wieder aufgebaut.

Dank ihnen überwiegt heute ein positives Bild: Dort, wo einst die Wassermassen wüteten und diese Frau nur noch sich und ihren Hund retten konnte, stehen heute wieder moderne Büro- und Einkaufszentren. Auch die Einwohnerzahl wächst dank vieler Künstler und Aussteiger, die ins liberale und warme New Orleans kommen.

Und so ist wieder Leben in der Heimatstadt von Louis Armstrong. Mittlerweile kehren auch viele Einheimische in die Stadt zurück, die als Wiege des Jazz gilt. Und die Touristen strömen wieder in Scharen in die Altstadt-Viertel von New Orleans und feiern "Mardi Gras", den traditionellen Karneval. Die Spuren von "Katrina" jedoch kann man nicht verwischen. Der Hurrikan wird auf immer mit "The Big Easy" verbunden sein.

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  • Lars Wienand
Von Lars Wienand
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