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China: Tote bei Überschwemmungen – Hunderte stecken in U-Bahn fest

Dramatisches Video aus China  

Tote bei Überschwemmungen – Hunderte stecken in U-Bahn fest

21.07.2021, 14:03 Uhr | dpa

China: Videos zeigen dramatische Lage in gefluteter U-Bahn

Heftige Regenfälle haben in Teilen Chinas zu Überschwemmungen geführt. Besonders betroffen war die Stadt Zhengzhou. Wassermassen fluteten dort die U-Bahn, hunderte Passagiere saßen fest. 12 Menschen starben in der Folge. (Quelle: t-online/Reuters)

Dramatische Bilder: Aufnahmen zeigen, wie das Wasser in die U-Bahn drängt und Passagiere in den gefluteten Waggons festsitzen. (Quelle: t-online)


Die Wassermassen verwandeln mehrspurige Straßen in reißende Ströme. In der überfluteten U-Bahn werden Hunderte Menschen eingeschlossen. Die Zahl der Todesopfer ist hoch.

Die schwersten Regenfälle seit Jahrzehnten haben in der zentralchinesischen Millionenmetropole Zhengzhou und der umliegenden Region massive Überschwemmungen verursacht. Wie die Behörden am Mittwoch mitteilten, kamen mindestens 33 Menschen ums Leben. In der Provinz Henan, zu der Zhengzhou gehört, waren demnach über eine Million Menschen vom Unwetter betroffen. Die Rettung von Menschenleben habe "oberste Priorität", wurde Chinas Präsident Xi Jinping von Staatsmedien zitiert.

Auf Videos war zu sehen, wie sich in Zhengzhou mehrspurige Straßen zum Teil in reißende Flüsse verwandelten. Autos schwammen in den Fluten. Die Wasser- und Stromversorgung war vielerorts unterbrochen. Der Verkehr wurde lahmgelegt. Die Fluten überschwemmten auch die U-Bahn, wo Hunderte Menschen zeitweise in Zügen und auch in Tunneln eingeschlossen waren, wie Staatsmedien und Augenzeugen in sozialen Medien berichteten. Das Wasser stand ihnen teils bis zu den Schultern.

Bilder aus der gefluteten U-Bahn und der Lage in Zhengzhou sehen Sie im Video oben oder hier.

Bei Evakuierungen wurden mehr als 100.000 Menschen in Sicherheit gebracht. Unter ihnen waren auch rund 600 schwerkranke Patienten aus einem Krankenhaus der Zhengzhou Universität. Der Strom in der Klinik war ausgefallen. Hunderte Gäste strandeten in einem Hotel. Im Süden von Zhengzhou brach in den frühen Morgenstunden des Mittwochs (Ortszeit) der Damm des Guojiaju Wasserreservoirs, wie das Staatsfernsehen berichtete.

Es war von den stärksten Regenfällen seit Beginn der Aufzeichnungen die Rede. "Solche Regenfälle gibt es normalerweise nur einmal in 100 Jahren. Die Lage ist düster", berichtete der Krisenstab der neun Millionen Einwohner zählenden Provinzhauptstadt von Henan laut "China Daily". Laut Angaben chinesischer Medien ging seit Dienstag so viel Regen über der Region nieder wie sonst innerhalb von acht Monaten.

Videos von dramatischen Rettungsaktionen kursieren in sozialen Netzwerken

In Staatsmedien und im Kurznachrichtendienst Weibo zirkulierten Videos von dramatischen Rettungsaktionen, bei denen Menschen aus reißenden, braunen Fluten gerettet wurden. Internetnutzer beklagten allerdings, dass die staatliche Zensur auch Beiträge löschte.

Die ungewöhnlich heftigen Regenfälle in Henan wurden von Taifun "In-Fa" ausgelöst. Der Wirbelsturm sorgte auch in den Provinzen Zhejiang und Fujian für Unwetter.

Die Provinz Henan wird bereits seit vergangener Woche von schweren Regenfällen heimgesucht. Die Wasserstände von Zuflüssen des Gelben Flusses und des Haihe Flusses überschritten Alarmstufen, berichtete die Nachrichtenagentur Xinhua. Die Schäden für die Landwirtschaft gehen in die Millionen.

Überschwemmungen auch in anderen Regionen in China

Schwere Unwetter wurden auch aus Südchina gemeldet, wo in der Provinz Guangdong ein weiterer Taifun mit dem Namen "Cempaka" mit Windgeschwindigkeiten bis zu 110 Stundenkilometern bei der Stadt Yangjiang auf Land traf. Auch im Norden Chinas gab es in der Inneren Mongolei schwere Überschwemmungen. Der Wetterdienst warnte am Mittwoch erneut vor heftigen Regenfällen in vielen Provinzen.

Vor allem im Süden Chinas kommt es in den Sommermonaten immer wieder zu schweren Überschwemmungen, die zahlreiche Opfer und hohe ökonomische Schäden zur Folge haben. Viele Todesfälle kommen auch durch Erdrutsche zustande.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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