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Studentin getötet – Tatverdächtiger in U-Haft

Von dpa, lw

Aktualisiert am 19.11.2022Lesedauer: 2 Min.
Der Musikclub "Eiskeller": Dort war die Studentin vor ihrem Tod feiern.
Der Musikclub "Eiskeller": Dort war die Studentin vor ihrem Tod feiern. (Quelle: Uwe Lein/dpa)
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In Bayern wurde eine Studentin nach einem Clubbesuch getötet. Wochenlang fehlte jede Spur vom Täter. Nun nahm die Polizei einen Verdächtigen fest.

Sechs Wochen nach dem gewaltsamen Tod einer Studentin im Chiemgau hat die Polizei einen Tatverdächtigen festgenommen. Der zwischen 18 und 21 Jahre alte Heranwachsende sitzt mittlerweile in Untersuchungshaft, wie das Polizeipräsidium Oberbayern Süd am Samstag mitteilte.

Die Leiche der 23 Jahre alten Hanna W. war Anfang Oktober nach einem Discobesuch in Aschau unweit des Chiemsees aus der Prien geborgen worden. Die Soko "Club" hatte mit gut 60 Ermittlerinnen und Ermittlern intensiv nach dem Täter gefahndet.

Ansonsten hielt sich die Polizei am Samstag sehr bedeckt: Die Ermittler nannten auf Nachfrage weder das genaue Alter noch den Tatvorwurf, der gegen den jungen Mann erhoben wird – somit ist unbekannt, ob ihm Mord vorgeworfen wird.

"Die Arbeit der Soko wird weitergehen"

Ob der Verdächtige sich in der Vernehmung zu den Vorwürfen geäußert hat oder ob er schweigt, war zunächst ebenfalls unklar. "Die Arbeit der Soko wird weitergehen", sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums lediglich. Vieles müsse noch geklärt werden. Demnach ist die Soko weiterhin damit beschäftigt, die Ereignisse der Tatnacht genau zu rekonstruieren.

Die Verdachtsmomente gegen den Mann aus dem südlichen Landkreis Rosenheim ergaben sich laut Polizei in den vergangenen Tagen. Am Freitag nahmen die Ermittler ihn fest und durchsuchten seine Wohnung. Ein Ermittlungsrichter ordnete noch am Freitagabend Untersuchungshaft an.

Die junge Frau hatte am ersten Oktoberwochenende den Club "Eiskeller" in Aschau besucht, ein Passant entdeckte am Morgen des 3. Oktober den Leichnam einige Kilometer flussabwärts am Ufer der Prien. Fest steht der Polizei zufolge, dass sie zwischen 2 und 3 Uhr morgens ums Leben kam. Anfang November hatte die Polizei in der Fernsehsendung "Aktenzeichen XY..." bundesweit um Mithilfe von Zeugen gebeten.

Hinweisportal eingerichtet

Im Anschluss waren an die 90 Hinweise bei der Soko eingegangen. Diese bezogen sich vor allem auf eine Armbanduhr, die die Ermittler unweit der Stelle gefunden hatten, an der sie auch die Jacke und einen Ring der getöteten Studentin sicherstellten. Ob einer oder mehrere dieser Hinweise nun zu dem Verdächtigen führten, teilten die Beamten ebenfalls nicht mit.

Die Ermittler bitten alle Besucher, die am Abend des 2. Oktober beziehungsweise in der Nacht zum 3. Oktober im Nachtclub "Eiskeller" in Aschau waren, sich zu melden. Hierfür wurde ein Medien-Upload-Portal freigeschaltet.

Der Fall hatte in dem idyllischen Ferienort am Fuße der Chiemgauer Alpen große Bestürzung und Anteilnahme ausgelöst. Die Gemeinde legte ein Kondolenzbuch im Rathaus aus, bei der Trauerfeier war die Pfarrkirche bis auf den letzten Platz gefüllt.

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Verwendete Quellen
  • polizei.bayern.de: "Tötungsdelikt an Hanna W. (23) aus Aschau im Chiemgau: Tatverdächtiger in Untersuchungshaft – Ermittlungen noch nicht abgeschlossen"
  • Nachrichtenagentur dpa
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