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Florida: Das Sturmgewehr war für die Pflegeeltern ganz normal

Florida-Attentäter Nikolas Cruz  

Das Sturmgewehr war für die Pflegeeltern ganz normal

19.02.2018, 11:26 Uhr | AFP

Florida: Das Sturmgewehr war für die Pflegeeltern ganz normal. Der mutmaßliche Attentäter von Florida, Nikolas Cruz: Als seine Mutter starb, kam er bei Pflegeeltern unter. (Quelle: AP/dpa/Susan Stocker/Pool South Florida Sun-Sentinel)

Der mutmaßliche Attentäter von Florida, Nikolas Cruz: Als seine Mutter starb, kam er bei Pflegeeltern unter. (Quelle: Susan Stocker/Pool South Florida Sun-Sentinel/AP/dpa)

Nach dem Schulmassaker in Florida hat sich das Ehepaar, das den Todesschützen bei sich aufnahm, zu Wort gemeldet. Ihren Pflegesohn empfanden sie als verschroben, aber liebenswürdig.

In der Zeitung "Florida Sun Sentinel" haben sich die Pflegeeltern von Nikolas Cruz über den Amokläufer geäußert. Sie hätten keine Ahnung gehabt, dass "ein Monster unter unserem Dach wohnt", sagte Kimberley Snead aus Parkland.

Der mutmaßliche Attentäter von Florida, Nikolas Cruz: Als seine Mutter starb, kam er bei Pflegeeltern unter. (Quelle: AP/dpa/Susan Stocker/Pool South Florida Sun-Sentinel)Der mutmaßliche Attentäter von Florida, Nikolas Cruz: Als seine Mutter starb, kam er bei Pflegeeltern unter. (Quelle: Susan Stocker/Pool South Florida Sun-Sentinel/AP/dpa)

Das Ehepaar Kimberley und James Snead nahm Cruz im November bei sich auf, nachdem seine Adoptivmutter an den Komplikationen einer Lungenentzündung gestorben war. Er sei ein Freund ihres Sohnes gewesen.

Der 48-jährige Armeeveteran James Snead erklärte, er habe Cruz gesagt, dass es Regeln geben würde. Cruz habe diese Regeln penibel befolgt. Wegen des Todes seiner Adoptivmutter sei Cruz deprimiert gewesen.

Pflegeeltern wussten von Sturmgewehr

Nikolas Cruz tötete am Mittwoch 17 Menschen an seiner ehemaligen Highschool in Parkland (Florida), die ihn im vergangenen Jahr aus "disziplinarischen Gründen" verwiesen hatte. Er benutzte ein legal erworbenes Schnellfeuergewehr und besaß mehrere weitere Waffen. Seine Pflegefamilie wusste davon. Sie fand das nicht ungewöhnlich, weil sie selber Schusswaffen besitzt.

Die Sneads sagten im "Sentinel", Cruz sei offenbar aufgewachsen, ohne jemals Hausarbeit verrichten zu müssen. Demnach konnte er weder kochen, noch Wäsche waschen oder eine Mikrowelle bedienen. "Er war sehr naiv. Er war nicht dumm, einfach nur naiv", sagte James Snead. Er habe einsam gewirkt und eine Freundin gewollt, so das Ehepaar.

"Er sah absolut verloren aus"

Zuletzt sah das Paar Cruz auf der Polizeiwache nach dem Massaker. Er habe einen Krankenhauskittel und Handschellen getragen. "Er sagte, es tue ihm leid", erzählte James Snead. "Er sah verloren aus, absolut verloren."

Verwendete Quellen:
  • AFP

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