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Halle (Saale): Polizist entfernt Hakenkreuz vor Jüdischer Gemeinde – Ermittlungen

Ermittlungen in Halle  

Polizist entfernt Hakenkreuz vor Jüdischer Gemeinde

05.06.2020, 16:42 Uhr | AFP

Halle (Saale): Polizist entfernt Hakenkreuz vor Jüdischer Gemeinde – Ermittlungen. Polizist mit Waffe und Handschellen: In Halle/Saale haben Unbekannte an Pfingstsonntag und am Dienstag Hakenkreuze aus Zellstoff vor der Jüdischen Gemeinde abgelegt. (Symbolfoto) (Quelle: dpa)

Polizist mit Waffe und Handschellen: In Halle/Saale haben Unbekannte an Pfingstsonntag und am Dienstag Hakenkreuze aus Zellstoff vor der Jüdischen Gemeinde abgelegt. (Symbolfoto) (Quelle: dpa)

Wenige Monate nach dem Synagogen-Anschlag von Halle legen Unbekannte ein Hakenkreuz vor der Jüdischen Gemeinde ab. Ein Polizist soll den Vorfall untersuchen – und vereitelt stattdessen die Ermittlungen.

In Halle wird gegen einen Polizisten ermittelt, der vor einem Gebäude der Jüdischen Gemeinde auf ein aus Zellstoff gefertigtes Hakenkreuz getreten und es stillschweigend beseitigt haben soll. Der Beamte wurde am Dienstag mit einem Kollegen vom Lagezentrum zum Tatort entsandt, wie die Polizeiinspektion Halle mitteilte. Die beiden Beamten meldeten anschließend, nichts festgestellt zu haben.

Eine spätere Videoüberwachung zeigte allerdings, dass einer der beiden Polizisten auf das Hakenkreuz getreten und den Ablageort veränderte, nachdem es am Schuh des Polizeibeamten haftete. Gegen den Beamten wurden strafrechtliche Ermittlungen wegen des Verdachts der Strafvereitlung im Amt eingeleitet. Außerdem wurden disziplinarrechtliche Ermittlungen veranlasst. Der Polizist wurde in eine andere Dienststelle versetzt.

Unbekannte hatten sowohl am Pfingstsonntag als auch am Dienstag Hakenkreuze aus Zellstoff auf den Gehweg vor der Jüdischen Gemeinde in Halle gelegt. Bereits in der vergangenen Woche war bei einer der beiden Synagogengemeinden in Halle ein Drohbrief eingegangen. Der polizeiliche Staatsschutz ermittelt wegen Volksverhetzung. Die Polizei sucht nach Zeugen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur AFP

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