Sie sind hier: Home > Panorama > Kriminalität >

Siebenfacher Mörder "Würger von Regensburg" ist tot

Neue Methode überführte ihn  

Siebenfacher Mörder "Würger von Regensburg" ist tot

12.11.2020, 16:27 Uhr | AFP

Siebenfacher Mörder "Würger von Regensburg" ist tot. Horst David: Er tötete sieben Frauen. (Quelle: imago images/Michael Westermann)

Horst David: Er tötete sieben Frauen. (Quelle: Michael Westermann/imago images)

1995 beschäftigte sein Fall Deutschland: Der "Würger von Regensburg" tötete sieben Frauen. Nun ist Horst David gestorben. Er wurde durch eine damals neue Ermittlungsmethode überführt.

Der als "Würger von Regensburg" bezeichnete siebenfache Mörder Horst David ist tot. Er sei tot in seiner Zelle in der Justizvollzugsanstalt Straubing gefunden worden, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Regensburg am Donnerstag und bestätigte entsprechende Medienberichte.

Hinweise auf ein Fremdverschulden gebe es nicht, es sei aber dennoch eine Untersuchung der Todesursache eingeleitet worden. Der 1995 zu lebenslanger Haft verurteilte David wurde 81 Jahre alt.

Sieben Frauen erwürgt

David hatte zwischen 1975 und 1993 sieben Frauen getötet. Er erwürgte sie mit seinen bloßen Händen. Zwei der Frauen waren Prostituierte. Für die fünf anderen von ihm ermordeten Frauen hatte er vor den Morden Malerarbeiten erledigt oder war mit ihnen persönlich bekannt gewesen.

Der Fall des Mehrfachmörders sorgte nicht nur bei seinem Bekanntwerden deutschlandweit für Aufsehen, mit dem Schauspieler Ulrich Tukur in der Rolle Davids wurde die Geschichte später auch verfilmt. David gestattete für den 2004 gedrehten Film "Der Mann, dem die Frauen vertrauten" Tukur Einblick in die Vernehmungsakten und das psychiatrische Gutachten des Serienmörders sowie in eine Lebensbeichte, die er gegenüber einer Autorin in hundert Briefen abgegeben hatte.

Fall ist Meilenstein für Ermittlungsmethoden

Kriminaltechnisch gilt der Fall Davids deutschlandweit als ein Meilenstein für neuartige Ermittlungsmethoden: Kurz vor seiner Entdeckung wurde das automatisierte Fingerabdruckidentifizierungssystem eingeführt. Nachdem ein Fingerabdruck von David in der Wohnung seiner getöteten Nachbarin gefunden worden war, führte dieses computergestützte System zum 19 Jahre zurückliegenden Mord an einer Prostituierten in München.

Der damalige Leiter der Münchner Mordkommission, Josef Wilfling, sagte im Bayerischen Rundfunk: "Diesen Fall aufzuklären, war damals natürlich schon eine Sensation." Es sei damit gelungen einen angesehenen, seriösen Malermeister, der ein Doppelleben als Biedermann geführt habe und auf der anderen Seite ein abgründiger Serienmörder gewesen sei, zu enttarnen.

Nur durch das Geständnis Davids kamen die sieben Morde überhaupt heraus, mehrere Fälle waren nicht als Mord erkannt worden. Die Ermittler nahmen auch an, dass der verheiratete Familienvater womöglich noch mehrere weitere Morde begangen haben könnte. Dies konnte aber nie bewiesen werden.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur AFP

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

baurtchibo.deOTTODeichmannbonprix.deLIDLBabistadouglas.deXXXLutz

shopping-portal