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Julian Reichelt: Neue Details zu internen Ermittlungen gegen "Bild"-Chef

Druck ausgeübt?  

Neue Details zu internen Ermittlungen gegen "Bild"-Chef

12.03.2021, 09:06 Uhr | t-online

Julian Reichelt: Neue Details zu internen Ermittlungen gegen "Bild"-Chef. Julian Reichelt: Dem Bild-Chef werden Machtmissbrauch und Ausnutzung von Abhängigkeitsverhältnissen vorgeworfen. (Quelle: imago images/Jörg Schüler)

Julian Reichelt: Dem Bild-Chef werden Machtmissbrauch und Ausnutzung von Abhängigkeitsverhältnissen vorgeworfen. (Quelle: Jörg Schüler/imago images)

Die internen Untersuchungen gegen "Bild"-Chef Julian Reichelt gehen weiter. Einem Medienbericht zufolge sollen Betroffene unter Druck gesetzt worden sein, nicht auszusagen.

Während der verlagsinternen Untersuchungen gegen "Bild"-Chefredakteur Julian Reichelt wird offenbar Druck auf mögliche Betroffene ausgeübt. Das berichtet der "Spiegel". Ein Mitarbeiter aus der "Bild"-Führung soll versucht haben, Kontakt mit mindestens einer der Frauen aufzunehmen, um ihr von einer Aussage abzuraten. Ein Hinweis dazu ist inzwischen beim Vorstand des Axel-Springer-Konzerns gelandet, der dem Vorgang nachgehen will.

In den internen Untersuchungen gegen Reichelt geht es um mögliches Fehlverhalten gegenüber Frauen. Der Verlag schaltete nach einem entsprechenden Hinweis durch eine "Bild"-Führungskraft vor rund drei Wochen die Compliance-Abteilung ein, die wiederum die Wirtschaftskanzlei Freshfields mit der Aufklärung des Sachverhalts betraute. In den Fällen, die teils Jahre zurückliegen, geht es um möglichen Machtmissbrauch, Mobbing und Ausnutzung von Abhängigkeitsverhältnissen.

Vorstand bestätigte Ermittlungen

In einer Mail an die Mitarbeiter bestätigten die Vorstände Mathias Döpfner und Jan Bayer die Ermittlungen. Reichelt bestreite die Vorwürfe. Darüber hinaus könne man "zum laufenden Verfahren keine Auskunft geben", heißt es bei Springer. "Wir müssen in solchen Situationen immer und sehr grundsätzlich unterscheiden zwischen Gerüchten, Hinweisen und Beweisen", sagte ein Sprecher dem "Spiegel".

"Wenn aus Gerüchten über andere konkrete Hinweise von Betroffenen werden, beginnen wir – wie im aktuellen Fall – sofort mit der Aufklärungsarbeit. Wenn aus Hinweisen Beweise werden, handelt der Vorstand. Auf Basis von Gerüchten Vorverurteilungen vorzunehmen, ist in unserer Unternehmenskultur undenkbar", so der Sprecher. Einzelne Betroffene werden inzwischen von Anwältinnen und Anwälten vertreten. Sie sollen ihre Mandantinnen zum Teil davor warnen, die Compliance-Abteilung mit Infos zu versorgen, solange Reichelt nicht mindestens beurlaubt oder freigestellt ist.

Verwendete Quellen:
  • Spiegel Vorabmeldung vom 12. März 2021

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