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Ermittlungen nach Seilbahnunglück in Norditalien: neue Verdächtige

Abgestürzte Gondel  

Seilbahnunglück in Norditalien: neue Verdächtige

02.07.2021, 18:47 Uhr | dpa

Ermittlungen nach Seilbahnunglück in Norditalien: neue Verdächtige. Der Unglücksort: Nun wird auch gegen hochrangige Mitarbeiter des Seilbahnbauers ermittelt. (Quelle: Reuters/ALPINE RESCUE SERVICE)

Der Unglücksort: Nun wird auch gegen hochrangige Mitarbeiter des Seilbahnbauers ermittelt. (Quelle: ALPINE RESCUE SERVICE/Reuters)

Am Pfingstsonntag stürzte in Norditalien eine Gondel ab, nur ein kleiner Junge überlebte. Bisher konzentrierten sich die Ermittlungen auf drei Männer. Nun hat sich der Kreis erweitert. 

Im Fall um die in Norditalien abgestürzte Gondel mit 14 Toten ermittelt die Justiz gegen weitere Personen. Das sagte die zuständige Staatsanwältin Olimpia Bossi der Deutschen Presse-Agentur am Freitagnachmittag und bestätigte die Berichte der Nachrichtenagentur Ansa. Der Kreis der Verdächtigen erweitert sich demnach auf insgesamt 14 Menschen. Unter den neu hinzugekommenen seien auch ranghöhere Mitarbeiter des Südtiroler Seilbahnbauers Leitner.

"Eine Aufnahme in das Ermittlungsregister war für die Staatsanwaltschaft Verbania naheliegend, da es einen Wartungsvertrag von Leitner mit der Firma Ferrovie del Mottarone Srl. gibt.", teilte Leitner in einer Stellungnahme mit. Das Unternehmen habe den Ermittlungsbehörden bereits umfangreiche Dokumentationen zur Verfügung gestellt. Leitner hatte bestimmte Wartungsarbeiten und Kontrollen an der Seilbahn in Stresa durchgeführt, die zum Monte Mottarone am Westufer des Lago Maggiore hinaufführt.

Ursache des Unglücks weiterhin ungeklärt

Bei dem Unglück am Pfingstsonntag (23. Mai) war das Zugseil der Bahn gerissen. Eigentlich hätten in diesem Moment die Notbremsen am Tragseil greifen und einen Absturz der mit 15 Menschen besetzten Gondel verhindern müssen. Weil die Notbremsen jedoch mit Gabeln blockiert waren, rauschte die Kabine talwärts, sprang an einem Pfeiler aus der Verankerung und zerschellte an einem steilen Hang. Den Ermittlungen zufolge hatten die Bremsen zuvor für Störungen im Betrieb gesorgt, weshalb die Gabeln zum Einsatz kamen. Eigentlich dürfen sie nur bei Wartungsarbeiten verwendet werden. Die Ursache des Unglücks ist weiterhin ungeklärt.

Den Absturz überlebte nur ein kleiner israelischer Junge, der bei dem Unglück seine Eltern, einen Bruder und die Urgroßeltern verlor. Nach einem längeren Krankenhausaufenthalt und einer Operation nahm ihn seine Tante, die in Italien wohnt, bei sich auf. Die Ermittlungen konzentrierten sich zunächst auf drei Männer des Seilbahnbetreibers.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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