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Vermisste in den USA – Gabby Petito: Haus des Freundes von FBI durchsucht

Vermisste 22-Jährige  

Petitos Mutter: Gabbys letzte Nachricht war "merkwürdig"

21.09.2021, 14:49 Uhr | lw, t-online, dpa

Paar fährt in den Urlaub – nur der Mann kehrt zurück

Die Polizei im US-Bundesstaat Utah hat ein Video einer vermissten Frau aus Florida veröffentlicht. Darin beschreibt Gabby Petito unter Tränen den Streit mit ihrem Freund auf dem gemeinsamen Roadtrip. (Quelle: t-online)

Brisante Aufnahmen zeigen sie kurz vor ihrem Verschwinden: Ein Paar fährt in den Urlaub – doch nur der Mann kehrt zurück. (Quelle: t-online)


Viele Fragen sind noch offen nachdem vermutlich Gabby Petitos Leiche gefunden wurde. Nun soll eine Festplatte bei den Ermittlungen helfen. Die letzte Nachricht, die die Frau ihrer Mutter schickte, war offenbar verdächtig.

Im Fall der vermutlich getöteten Gabby Petito haben Ermittler Zugang zu einer externen Festplatte erhalten, auf der die letzte Nachricht der 22-Jährigen an ihre Mutter gespeichert ist. Wie die US-Nachrichtenseite "NBC New York" berichtete, sei das Speichermedium vergangene Woche in Petitos Auto gefunden worden. Die Ermittler glaubten demnach, auf der Festplatte befänden sich Informationen, die zur Aufklärung des Falls beitragen könnten. 

Unter den Dateien entdeckten die Ermittler dem Bericht zufolge eine Nachricht von Petito an ihre Mutter: "Kannst du Stan helfen, ich bekomme die ganze Zeit Mailboxnachrichten und entgangene Anrufe", soll die junge Frau geschrieben haben. Petitos Mutter sagte der US-amerikanischen "Sun", der Großvater hieße Stan, aber ihre Tochter hätte diesen nie beim Vornamen genannt. Aus diesem Grund habe die Mutter die Nachricht nach eigener Aussage "merkwürdig" gefunden.

Ermittler durchsuchten Elternhaus des Freundes

Den Berichten zufolge wurde Petitos Handy am gleichen Tag der Nachricht ausgeschaltet. Die Festplatte könne auch "Beweise enthalten, die für den Nachweis eines Verbrechens relevant sind", hieß es in der Ermittlungsakte. Das Speichermedium sei in demselben Van gefunden worden, mit dem Petitos Freund nach ihrem gemeinsamen Urlaub alleine nach Florida zurückgekehrt war. Zehn Tage später meldeten Gabbys Eltern ihre Tochter als vermisst. Am Wochenende wurde eine Frauenleiche in einem Nationalpark im Bundesstaat Wyoming gefunden, bei der es sich wahrscheinlich um Gabby Petito handelt. 

Nach der weitgehenden Gewissheit, dass die 22-Jährige tot ist, nehmen die US-Behörden verstärkt ihren verschwundenen Freund ins Visier. Am Montag durchsuchten Polizei und FBI das Haus seiner Eltern in Florida, in dem das Paar zeitweise auch gelebt hatte.

Fall schlägt hohe Wellen

Der 23 Jahre alte Freund ist seit vergangener Woche nicht auffindbar. Der Anwalt seiner Familie wolle sich an diesem Dienstag äußern, hieß es. Für Dienstag steht auch die Autopsie der Leiche an. Die Ermittler gehen davon aus, dass es sich mit großer Wahrscheinlichkeit um Gabby Petito handelt.

Der Fall schlägt in den USA hohe Wellen und findet auch international Beachtung – nicht zuletzt, weil das Paar aus Florida zahlreiche Bilder und Videos von seiner Reise in sozialen Netzwerken teilte. Die beiden waren im Sommer zu einer Reise durch die USA aufgebrochen. 

Suche nach möglichen Hinweisen geht weiter

Petitos Freund hatte es nach bisherigen Angaben abgelehnt, mit der Polizei über die Geschehnisse zu sprechen. Seine Familie teilte am Freitag mit, er sei bereits am Dienstag vergangener Woche zu einem Ausflug in ein Naturschutzgebiet in Florida aufgebrochen. Am Sonntag suchte die Polizei dort unter anderem mit Drohnen und Hunden nach ihm. Am Montag wurde diese Suchaktion nicht fortgesetzt. Stattdessen rückte ein Großaufgebot von Polizei und FBI am Haus der Eltern von Petitos Freund in Florida an, wie auf Live-Fernsehbildern zu sehen war. Sie blieben stundenlang dort.

Während Petito in sozialen Medien Bilder glücklicher Momente vor der malerischen Kulisse amerikanischer Nationalparks teilte, gibt es nun verstärkte Aufmerksamkeit für einen Zwischenfall, bei dem die Polizei das Paar wegen des Verdachts körperlicher Gewalt stoppte.

Davon gibt es Aufnahmen von der Bodycam des Polizisten (Die Aufnahmen sehen Sie oben im Video oder hier). Die weinende Petito sagte im Video, dass sie unter einer Zwangsstörung leide und es zu einer Auseinandersetzung gekommen sei. Dabei habe sie ihren Freund geohrfeigt.

In dem Anruf, der den Einsatz auslöste, sagte jedoch der Augenzeuge, er habe gesehen, wie der Mann Petito geschlagen habe, wie am Montag bekannt wurde. Unter anderem der Sender Fox News spielte die Aufzeichnung des Telefonats vor.

Verwendete Quellen:

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