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Leopard-Panzer in Minenfeld – So hoch sind die Verluste der Ukraine


Zahlreiche Leopard-Panzer endeten im Minenfeld

Von t-online, cry

Aktualisiert am 04.07.2023Lesedauer: 2 Min.
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Verluste im Krieg: Unabhängige Daten zeigen, wie es um die russische und die ukrainische Seite steht. (Quelle: t-online)
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Auf einem Minenfeld bei Saporischschja hat die ukrainische Armee wohl deutlich mehr Panzer verloren als bislang bekannt. Darunter sind auch deutsche Fabrikate.

Bereits wenige Tage nach Beginn der zweiten ukrainischen Gegenoffensive erlitt Kiew herbe Verluste auf dem Schlachtfeld. Nahe der südukrainischen Stadt Mala Tokmatschka versuchten Truppen der Ukraine weiter nach Süden vorzudringen, doch scheiterten an schwerem Artilleriebeschuss und Minenfeldern.

Dass die Armee dort Mitte Juni mehrere Militärfahrzeuge verloren hatte, war bereits bekannt. Aufnahmen eines örtlichen Fotografen, die unter anderem auf dem Telegram-Kanal des Militärblogs btvt.info veröffentlicht wurden, zeigen nun, dass das Ausmaß der Verluste jedoch noch höher ist als bislang angenommen.

Demnach wurden bis zu 25 Panzer und andere Fahrzeuge bei der Durchquerung des Minenfelds durch Minenexplosionen und Drohnenangriffe aus der Luft zerstört: 17 Truppenwagen vom Typ M-2, vier Leopard 2A6-Panzer, drei Minenräumfahrzeuge des Modells Leopard 2R und ein Pionierpanzer vom Typ Wisent. Informationen des Wirtschaftsmagazins "Forbes" zufolge büßt Kiew damit die Kampfkraft eines ganzen Bataillons ein.

Dem Bericht zufolge verlor die Ukraine nach Aktualisierung der Zahlen allein bei diesem Vorfall ein Fünftel ihrer insgesamt 21 Kampfpanzer aus Deutschland, ein Fünftel ihrer Schützenpanzer aus den USA und die Hälfte ihrer Minenräumfahrzeuge aus Finnland.

Hohe Verluste durch falsche Taktik und westliches Zögern

Lange Diskussionen der westlichen Verbündeten der Ukraine über den Umfang von Panzer- und Waffenlieferungen hatten den Beginn der Gegenoffensive aus ukrainischer Sicht verzögert. Russische Truppen nutzten die Zeit, um entlang der Front massive Defensivstrukturen aufzubauen, darunter Minenfelder, Panzersperren und kilometerlange Schützengräben.

Die OSINT-Plattform Oryx, die alle Verluste der ukrainischen Armee seit Kriegsbeginn anhand von geolokalisierten Fotos dokumentiert, zählt inzwischen 2.476 zerstörte Militärfahrzeuge. Außerdem seien 243 Fahrzeuge beschädigt sowie 135 zurückgelassen und 914 durch russische Soldaten erbeutet worden.

Die hohen Verluste zu Anfang der derzeitigen Gegenoffensive führt Brigadegeneral der Bundeswehr a. D. Helmut Ganser auf taktische Fehler der Ukraine zurück. Im Gespräch mit der Wochenzeitung "Die Zeit" nannte er beispielsweise den fehlenden Schutz von Kampftruppen und Pionieren an Minensperren durch mobile Flugabwehrsysteme wie den Gepard, die Drohnenangriffe aus der Luft hätten abwehren können.

Laut Ganser deutet die aktuelle Verlangsamung des Gegenangriffs der ukrainischen Armee jedoch auf eine verbesserte Taktik seitens Kiews Truppen hin.

Verwendete Quellen
  • forbes.com: "25 Tanks And Fighting Vehicles, Gone In A Blink: The Ukrainian Defeat Near Mala Tokmachka Was Worse Than We Thought" (englisch)
  • oryxspioenkop.com: "Attack On Europe: Documenting Ukrainian Equipment Losses During The Russian Invasion Of Ukraine" (englisch)
  • zeit.de: "Warum die ukrainische Offensive nicht vorankommt"
  • Telegram-Kanal des ukrainischen Militärblogs btvt.info
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