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Grenzöffner Harald Jäger: "Man sagt, ich habe die Mauer geöffnet"


"Man sagt, ich habe die Mauer geöffnet"

  • Marc von Lüpke-Schwarz
  • Sandra Sperling
  • Arno Wölk
Von S. Sperling, M. von Lüpke, A. Wölk, A. Krüger

02.11.2019Lesedauer: 2 Min.
Nachrichten
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"Frag mich" mit Harald Jäger: Der Grenzöffner spricht über die historische Nacht des Mauerfalls, in der er eine entscheidende Rolle spielte, und seine Arbeit als Wächter an der Mauer. (Quelle: t-online)
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Blutvergießen – das wollte Harald Jäger am 9. November 1989 um jeden Preis verhindern. Und öffnete die Berliner Mauer. Nun hat er sich den Fragen der t-online.de-Leser gestellt. Schauen Sie selbst.

Tausende DDR-Bürger strömen zur Grenzübergangsstelle Bornholmer Straße in Ost-Berlin – es ist der Abend des 9. November 1989. Dort trägt Oberstleutnant Harald Jäger die Verantwortung. Die Menschen verlangen Zutritt nach West-Berlin, wie es ihnen ZK-Mitglied Günter Schabowski gerade erst in einer im Fernsehen übertragenen Pressekonferenz verheißen hat.

Die Situation ist angespannt. Jäger, Mitarbeiter der Staatssicherheit und stellvertretender Leiter der Passkontrolleinheit an der Bornholmer Straße, ist auf sich allein gestellt. Und trifft eine Entscheidung. Er öffnet die Berliner Mauer, die Menschen strömen gen Westen. Der Eiserne Vorhang ist gefallen.

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Rund 30 Jahre nach dem Mauerfall beantwortet Harald Jäger nun für t-online.de Fragen der Leser, die vorab über die Homepage, per E-Mail, Facebook und Instagram zusammenkamen. Hier finden Sie einige seiner Antworten – und noch mehr oben im Video.

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Russland plant die nächste Provokation

Gerd H.: Haben Sie die Pressekonferenz mit Günter Schabowski gesehen und wie beurteilen Sie den Satz, den er aussprach: "Nach meiner Kenntnis ist das sofort, unverzüglich"?

Harald Jäger: "Was redet dieser Mensch für einen geistigen Dünnschiss?" Kurz gesagt, genau das habe ich für diesen Satz empfunden und auch gedacht. Man hätte im Normalfall uns vorher mindestens 14 Tage unterrichtet, dass die Grenzübergangsstelle ab sofort die DDR-Bürger ausreisen lassen darf.

Nichtdrübernachdenken: Wie hat es sich angefühlt, die Mauer zu öffnen?

Harald Jäger: Schwer gesagt, wie es sich angefühlt hat. Ich habe in der Nacht vom 9. zum 10. November meine schrecklichste und meine schönste Nacht erlebt. Schrecklich deshalb, weil ich in der Nacht von meinen damaligen Mitarbeitern, von den Vorgesetzten bis hin zur Partei- und Staatsführung allein gelassen worden bin. Man hat mir nicht geglaubt, dass zigtausend DDR-Bürger ihre Ausreise nach West-Berlin verlangt haben.

Und das Schönste in der Nacht war gewesen, als wir die Kontrollen eingestellt haben und zigtausend DDR-Bürger freudestrahlend, jubelnd die Ausreise nach West-Berlin benutzt haben. Für uns war das praktisch eine rauschende Ballnacht. Und wir wurden umjubelt von den DDR-Bürgern.

DerBergwanderer: An was dachten Sie in diesem Moment?

Harald Jäger: Da denkt man nur eins: Du hast das Richtige getan in dieser Nacht! Du hast das getan, was die DDR-Bürger von uns verlangt haben. Es hätte Panik ausbrechen können. (...) Und in dieser Situation wäre es möglich gewesen, zum Schusswaffeneinsatz zu kommen. Oder aber die Bürger hätten mit Gewalt praktisch die Grenze erstürmt. Dass alles friedlich abläuft, das war mein Ziel.

Horst P.: Hunderte Menschen starben an der Berliner Mauer und an der innerdeutschen Grenze. Wie denken Sie heute darüber nach?

Harald Jäger: Jeder Tote an der Mauer war einer zu viel. Egal auf welcher Seite.

Dies sind nur einige Antworten von Harald Jäger. Was er heute etwa über seine Rolle im SED-Staat und seine Arbeit für die Staatssicherheit denkt, sehen Sie oben im Video.

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Verwendete Quellen
  • Gespräch mit Harald Jäger
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