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Bericht: Neue Dokumente belegen Streit zwischen Kohl und Genscher


Bericht: Neue Dokumente belegen Streit zwischen Kohl und Genscher

Von t-online
25.06.2021Lesedauer: 1 Min.
Helmut Kohl (links) und Hans-Dietrich Genscher (rechts) im Jahr 1990: Neue Dokumente belegen, dass zwischen den beiden Politikern zu dieser Zeit deutliche Spannungen herrschten.
Helmut Kohl (links) und Hans-Dietrich Genscher (rechts) im Jahr 1990: Neue Dokumente belegen, dass zwischen den beiden Politikern zu dieser Zeit deutliche Spannungen herrschten. (Quelle: Hermann J. Knippertz/imago-images-bilder)
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Gegenseitiges Misstrauen und erbitterte Beschwerden: Zwischen dem Ex-Bundeskanzler Kohl und dem Ex-Außenminister Genscher herrschte ein angespanntes Verhältnis – vor allem zu Zeiten der Wiedervereinigung.

Das Verhältnis zwischen dem ehemaligen Bundeskanzler Helmut Kohl und dem ehemaligen Außenminister Hans-Dietrich Genscher hat sich als angespannter erwiesen als bisher angenommen. Wie das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" berichtete, hat das Institut für Zeitgeschichte wechselseitige Briefe, Aufzeichnungen nach gemeinsamen Treffen sowie Vermerke mit handschriftlichen Notizen des Ex-Kanzlers aufgetan.

Die Papiere aus dem Jahr 1990 stammen überwiegend aus dem Nachlass Genschers sowie von Kohls Witwe Maike Kohl-Richter. Daraus geht hervor, dass sich die beiden Politiker über zahlreiche Themen stritten. Beispielsweise erklärte Genscher bei einem Krisengipfel am 5. März 1990 gegenüber Kohl, er sei "fassungslos" über dessen Äußerungen zur deutsch-polnischen Grenze, so "Der Spiegel".

"Unmöglichkeit des Verfahrens"

Zudem habe der Außenminister mehrfach beklagt, dass Kohl hinter seinem Rücken Außenpolitik betreibe. So habe der Kanzler etwa im Mai 1990 ohne Wissen Genschers einen Sondergesandten zum damaligen Kremlchef Michail Gorbatschow geschickt. Genscher stellte ihn daraufhin zur Rede und notierte: "Ich weise auf die Unmöglichkeit des Verfahrens hin."

Aber auch seitens Helmut Kohls war das Misstrauen groß. Wie das Nachrichtenmagazin berichtete, verdächtigte dieser seinen liberalen Koalitionspartner, einen Wechsel zur SPD anzustreben. Der damalige Kanzler erteilte seinen Mitarbeitern den schriftlichen Auftrag, Vermerke über seine Gespräche mit ausländischen Spitzenpolitikern nicht an Genscher weiterzugeben.

Verwendete Quellen
  • "Der Spiegel" 26 / 2021, Seite 38
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