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Die Deutschland-Fahne stand einst auf dem Kopf

t-online, Christina Kühnel

Aktualisiert am 06.07.2014Lesedauer: 2 Min.
Boris Becker malte sich die Deutschland-Fahne verkehrt herum auf - zumindest aus heutiger Sicht.
Boris Becker malte sich die Deutschland-Fahne verkehrt herum auf - zumindest aus heutiger Sicht. (Quelle: Instagram/Boris Becker)
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Für Lacher sorgte diese Woche Boris Becker. Als treuer Fan der Nationalmannschaft hatte sich die Tennislegende das Gesicht mit der Deutschlandfahne bemalt. Blöd nur: Die Farben der Flagge prangten in umgekehrter Reihenfolge auf Beckers Stirn und Wangen - Gold-Rot-Schwarz statt Schwarz-Rot-Gold. Ein peinliches Versehen. Oder wollte Becker damit vielleicht auf die Entstehungsgeschichte der Fahne aufmerksam machen? Denn zu Beginn stand sie - aus heutiger Sicht gesehen - häufig auf dem Kopf.

Schwarz, Rot und Gold als deutsche Nationalfarben tauchten Anfang des 19. Jahrhunderts auf. Der genaue Ursprung ist nicht ganz geklärt. Häufig heißt es, die Farben gingen auf deutsche Befreiungskämpfer im Kampf gegen Napoleon zurück, die schwarze Uniformen mit roten Verzierungen und goldenen Knöpfen trugen.

Fakt ist, dass die Farbkombination offiziell wurde, als die 1818 in Jena gegründete "Allgemeine deutsche Burschenschaft" diese Farben für sich wählte. Erstmals deutlich sichtbar wurden sie beim Hambacher Fest 1832, wo sich rund 25.000 demokratisch und national Gesinnte, vor allem Studenten, versammelten. Viele von ihnen trugen schwarz-rot-goldene Trikoloren - und auch Flaggen waren zu sehen.

Schwarz-Rot-Gold oder Gold-Rot-Schwarz?

Diese wurden allerdings vielfach anders herum gehisst als heute - also Gold oben, Schwarz unten. Der Grund dafür ist ebenso simpel wie erstaunlich: Schon damals war von den Nationalfarben "Schwarz-Rot-Gold" und nicht "Gold-Rot-Schwarz" die Rede. Während es aber in der Allgemeinheit üblich ist, dass die Farben der Flagge von oben nach unten gelesen werden, war dies bei der in Jena gegründeten Burschenschaft anders. Hier las man die Farben von unten nach oben - so dass Schwarz nach unten gesetzt wurde.

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Auch Schwarz-Gold-Rot existierte

Auch Fahnen in Schwarz-Gold-Rot, also mit dem Gold-Streifen in der Mitte, wurden beim Hambacher Fest geschwenkt. Dies wäre nach den Regeln der Heraldik die korrekte Reihenfolge, da sich Farben in einem Wappen eigentlich nicht berühren dürfen, sondern immer durch ein Metall getrennt sein sollen.

In der Öffentlichkeit setzte sich jedoch die heute bekannte Reihung mit Schwarz oben und Gold unten durch. Zu offiziellen Bundesfarben wurden Schwarz, Rot und Gold dann mit der Gründung der Deutschen Nationalversammlung am 9. März 1848 in Frankfurt. Nach dem Scheitern der Revolution verschwanden sie jedoch, bis sie in der Weimarer Republik (1919-33) und dann ab 1949 erneut zu Nationalfarben wurden.

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