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"Wendelstein 7-X" in Greifswald erzeugt erstes Plasma

Forschungsanlage in Greifswald gestartet  

"Wendelstein 7-X" gelingt Plasma-Experiment

11.12.2015, 16:02 Uhr | dpa

"Wendelstein 7-X" in Greifswald erzeugt erstes Plasma. Kernfusionsanlage "Wendelstein 7-X": Erste Experimente laufen. (Quelle: dpa)

Kernfusionsanlage "Wendelstein 7-X": Erste Experimente laufen. (Quelle: dpa)

19 Jahre nach dem Antrag zur Errichtung der Forschungsanlage "Wendelstein 7-X" starteten die ersten Tests des Kernfusionsexperiments. Dabei wurde zunächst ein Helium-Plasma erzeugt. Die eine Milliarde teure Anlage könnte die Zukunft der Energieerzeugung werden.

Das Kernfusionsexperiment am Max-Planck-Institut für Plasmaphysik (IPP) in Greifswald startete einen Tag nach der Erteilung der Betriebsgenehmigung. In einem ersten Test wurde in dem Vakuumring der Anlage mit Hilfe einer Mikrowellenheizung ein Helium-Plasma erzeugt. Gesteuert von einem Kontrollzentrum aus wurden rund 10 Milligramm Helium in ein Magnetfeld einer Vakuumkammer der 725 Tonnen schweren Anlage eingeleitet und auf eine Million Grad erhitzt.

In der Anlage wollen Forscher die Kernfusion analog den Prozessen auf der Sonne erforschen, um sie später auf der Erde als Form der Energiegewinnung nutzbar zu machen. "Wendelstein 7-X" ist nach Institutsangaben das modernste und neben einer Anlage in Japan das weltweit größte Fusionsexperiment vom Typ "Stellarator".

Helium wird auf zehn Millionen Grad erhitzt

Für die Forschung in der Anlage ist die Erzeugung eines Plasmas erforderlich, damit später in Kraftwerken Atomkerne verschmelzen und dabei Energie freigeben können. Im Greifswalder Institut ist eine Fusion von Atomkernen nicht geplant. "Die Erzeugung des Helium-Plasmas ist unsere Generalprobe", sagte Klinger. 

Wie über Kernfusion Energie erzeugt wird. (Quelle: dpa)Wie über Kernfusion Energie erzeugt wird. (Quelle: dpa)

Mit Deuterium will das Institut frühestens ab 2017 arbeiten. Bei der Verwendung dieses Wasserstoffisotops entstehen geringe Mengen Radioaktivität. Dazu seien noch weitere technische Voraussetzungen zu erfüllen, wie Klinger sagte. Das Institut beschäftigt rund 500 Mitarbeiter. Das Projekt wurde von EU, Bund und mit acht Prozent auch vom Land Mecklenburg-Vorpommern finanziert.

Über Twitter verbreitete das Institut ein Bild des ersten Plasmas:

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