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Chinesischer Erbgut-Forscher soll verschwunden sein

Nach Manipulation an Babys  

Chinesischer Genforscher soll verschwunden sein

04.12.2018, 10:19 Uhr | rew

Chinesischer Erbgut-Forscher soll verschwunden sein. Der chinesische Forscher He Jiankui: Der Wissenschaftler wurde zuletzt letzten Mittwoch auf einer Konferenz gesehen. (Quelle: AP/dpa/Kin Cheung)

Der chinesische Forscher He Jiankui: Der Wissenschaftler wurde zuletzt letzten Mittwoch auf einer Konferenz gesehen. (Quelle: Kin Cheung/AP/dpa)

Wo ist He Jiankui? Letzte Woche sorgte der Forscher weltweit für Aufsehen, weil er als erster Mensch einen Eingriff an menschlichem Erbgut durchführte. Doch nun fehlt von ihm jede Spur.

Der chinesische Genforscher He Jiankui soll laut Medienberichten verschwunden sein. Der Wissenschaftler hatte letzte Woche bekannt gegeben, das Erbgut von zwei Zwillingsmädchen erfolgreich verändert zu haben. Die beiden Babys sollen durch den Eingriff gegen HIV immun sein. He gilt somit als der erste Mensch, der einen Eingriff am menschlichen Erbgut durchführte.

Wie aus einem Bericht der US-amerikanischen Zeitung "Houston Chronicle" hervorgeht, soll der chinesische Forscher seit letzter Woche verschwunden sein. Er sei zuletzt letzten Mittwoch bei einer Konferenz in Hongkong gesehen worden, schreibt die Zeitung. Bereits am Wochenende hätte es Berichte in China gegeben, laut denen der Wissenschaftler unter Hausarrest steht.

"Es gibt keine korrekten Informationen"

Allerdings dementierte Hes Arbeitgeber, eine Universität in der chinesischen Stadt Shenzhen, entsprechende Meldungen. Gegenüber der Zeitung "South China Morning Post" erklärte eine Sprecherin der Universität: "Bislang gibt es keine korrekten Informationen über den Fall. Richtig sind nur die Informationen der offiziellen Kanäle."

Weiter wollte die Sprecherin den Vorfall allerdings nicht kommentieren. Gebe es neue Informationen, würde die Universität diese über den offiziellen Weg weitergeben.


He Jiankui gab seinen wissenschaftlichen Erfolg letzte Woche über ein YouTube-Video bekannt. Damit sorgte er für weltweite Kritik, einige Zeitungen bezeichneten ihn als "chinesischen Frankenstein". Bereits am Donnerstag war bekannt geworden, dass der Forscher seine Arbeit auf Druck der chinesischen Regierung einstellen musste.

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