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App für Artenschutz: China will Pandas mit App an ihren Gesichtern erkennen

App für Artenschutz  

China will Pandas mit App an ihren Gesichtern erkennen

19.05.2019, 10:27 Uhr | dpa

App für Artenschutz: China will Pandas mit App an ihren Gesichtern erkennen. Eine App zur Gesichtserkennung soll Artenschützern künftig helfen, einzelne Pandas zu identifizieren.

Eine App zur Gesichtserkennung soll Artenschützern künftig helfen, einzelne Pandas zu identifizieren. Foto: Zhang Guojun/XinHua. (Quelle: dpa)

Chengdu (dpa) - Riesenpandas sind alle schwarz-weiß und flauschig - und doch hat jeder offensichtlich seine eigenen Gesichtszüge, die ihn von Artgenossen unterscheiden.

Nach Angaben der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua soll eine App zur Gesichtserkennung Artenschützern künftig helfen, Pandas zu identifizieren und mehr über das Leben und Verhalten der stark bedrohten Bärenart zu erfahren.

Das Tool wurde bislang mit 120.000 Bildern und 10.000 Videos von Riesenpandas gefüttert. Knapp 10.000 Panda-Bilder seien analysiert und mit Markierungen und Anmerkungen versehen worden, meldete die chinesische Staatsagentur. Auf Grundlage dieser Daten und der Technik seien Forscher imstande, Panda-Gesichter automatisch zu erkennen. Nach Angaben von Xinhua hat Chinas zuständiges Panda-Forschungszentrum gemeinsam mit Forschern von Universitäten aus Sichuan und Singapur seit 2017 die Technik zur Gesichtserkennung entwickelt.

"Die App und die Datenbank werden uns helfen, genauere und vollständige Daten zu sammeln über Population, Verbreitung, Alter, Geschlechterverhältnis, Geburten und Todesfälle von wilden Pandas, die tief in den Bergen leben und schwer zu verfolgen sind", sagte der ins Vorhaben involvierte Wissenschaftler Chen Peng der Staatsagentur.

Die Wissenschaftler erhoffen sich davon neue Erkenntnisse über Vertreter der in der Natur ausschließlich in China vorkommenden Bären. Weltweit existieren knapp 550 Riesenpandas in Gefangenschaft, etwa in Zoos. Wild leben etwas weniger als 2000 Pandas vor allem in den chinesischen Provinzen Sichuan und Shaanxi.

Überwachungskameras, die Passanten per Gesichtserkennung orten können, gibt es in China seit längerem. Flughäfen, Universitäten und Restaurants setzen Gesichtserkennung beim Einchecken, Einlass oder zum Bezahlen ein. Sie werden auch in der Oasen-Stadt Kaschgar genutzt, wo viele Uiguren wohnen. Diese beklagen gewaltsame Unterdrückung, während ihnen die Chinesen Separatismus vorwerfen. In einigen chinesischen Städten wird jemand, der bei Rot über die Ampel geht, bereits von intelligenten Kameras identifiziert.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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