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Sensationsfund in Indonesien: Älteste Jagdmalerei der Menschheit entdeckt

Sensationsfund in Indonesien  

Älteste Jagdmalerei der Menschheit entdeckt

12.12.2019, 09:28 Uhr | dpa

Sensationsfund in Indonesien: Älteste Jagdmalerei der Menschheit entdeckt. Ausschnitt der zehntausende Jahre alten Malerei an einer Höhlenwand in Indonesien.

Ausschnitt der zehntausende Jahre alten Malerei an einer Höhlenwand in Indonesien. Foto: Ratno Sardi/Griffith University/dpa. (Quelle: dpa)

Jakarta (dpa) - In Indonesien sind Höhlenmalereien mit der bislang ältesten Jagdszene der Menschheit entdeckt worden. Ihr Alter wird auf mindestens 43.900 Jahre datiert, wie Maxime Aubert und Adam Brumm von der Griffith-Universität im australischen Brisbane in der Fachzeitschrift "Nature" berichten.

Damit sei es die früheste gegenständliche Malerei überhaupt, betont das Team. In dem Bild jagen menschliche Figuren mit Tierattributen vermutlich Schweine und auch Rinder, sogenannte Anoas. Dabei nutzen sie Speere und bemerkenswerterweise anscheinend auch lange Seile. Das gesamte Bild ist etwa 4,5 Meter groß.

Die Wandmalereien wurden in der Kalksteinhöhle Leang Bulu Sipong 4 im Süden der Insel Sulawesi gefunden. Die Forscher um Aubert und Brumm nutzten die Uran-Thorium-Datierung, um das Alter festzustellen. Menschen und Tiere wurden im gleichen Stil und in der gleichen Technik gemalt, mit dunkelroter Farbe.

Interessant ist auch, dass in dem Bild Menschen mit tierischen Attributen etwa von Vögeln oder Reptilien dargestellt sind. Als älteste Darstellung solcher Mischwesen galt bislang der Löwenmensch, der in der nordöstlich von Ulm gelegenen Höhle Hohlenstein-Stadel gefunden wurde. Diese 31 Zentimeter hohe Skulptur aus Mammut-Elfenbein zeigt einen Menschen mit dem Kopf und Gliedmaßen eines Löwen und ist etwa 40.000 Jahre alt. "Die frühen Indonesier schufen Kunst, die möglicherweise ein spirituelles Denken über die besondere Beziehung zwischen Menschen und Tieren ausdrückt, lange bevor die erste Kunst in Europa gemacht wurde", wird Brumm in einer Mitteilung seiner Universität zitiert.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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