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Curevac zieht Impfstoffkandidaten zur├╝ck

Von dpa
Aktualisiert am 12.10.2021Lesedauer: 2 Min.
Curevac will sich k├╝nftig mit seinem britischen Partner GlaxoSmithKline auf die Entwicklung eines weiteren Covid-19-Impfstoffs fokussieren.
Curevac will sich k├╝nftig mit seinem britischen Partner GlaxoSmithKline auf die Entwicklung eines weiteren Covid-19-Impfstoffs fokussieren. (Quelle: Sebastian Gollnow/dpa./dpa)
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T├╝bingen (dpa) - Wenige Monate nach der Ver├Âffentlichung der vergleichsweise schwachen Wirksamkeit seines ersten Covid-Impfstoffs will sich das T├╝binger Biotechunternehmen Curevac neu ausrichten. Vorstandschef Franz-Werner Haas k├╝ndigte am Dienstag an, den Impfstoff CVnCoV aus dem Zulassungsverfahren bei der Europ├Ąischen Arzneimittel-Agentur (EMA) zur├╝ckzuziehen.

Das Unternehmen will sich laut Haas mit seinem britischen Partner GlaxoSmithKline (GSK) auf die Entwicklung weiterer, besserer Covid-19-Impfstoffe konzentrieren. Diese sollen unter anderem einen langanhaltenderen Schutz gegen neue Varianten in einer einzigen Impfung bieten. "Wir sehen, dass wir mit CVnCoV nicht mehr Teil der ersten Welle von Pandemie-Impfstoffen sein k├Ânnen. Aber wir haben die feste Absicht, gemeinsam mit unserem Partner eine Vorreiterrolle bei der Entwicklung eines neuen, verbesserten Impfstoffs der zweiten Generation einzunehmen", erkl├Ąrte Haas.

Man gehe davon aus, dass eine Zulassung f├╝r den ersten Impfstoff bei der EMA fr├╝hestens im zweiten Quartal 2022 erfolgt w├Ąre, sagte Haas. Einen f├Ârmlichen Zulassungsantrag f├╝r den Impfstoff CVnCoV gab es allerdings nicht, CVnCoV befand sich noch im sogenannten rollierenden Verfahren f├╝r eine Zulassung. Die EMA teilte am Dienstag mit, dass sie dieses Verfahren der Pr├╝fung fortlaufend eingereichter Daten zu dem Impfstoff nach einer entsprechenden Benachrichtigung von Curevac nun beendet habe.

Ende Juni hatte Curevac bekannt gegeben, dass die Wirksamkeit seines Impfstoffes CVnCoV der ersten Generation niedriger sei als die einiger anderer Impfstoffe. Das Biotechunternehmen war Anfang Juli davon ausgegangen, dass die EMA den Impfstoff trotz geringer Wirksamkeit zulassen werde. Das Curevac-Pr├Ąparat hatte einer finalen Analyse zufolge eine Wirksamkeit von 48 Prozent gegen eine Covid-19-Erkrankung ├╝ber alle Altersgruppen hinweg gezeigt. Damit ist es insgesamt deutlich weniger wirksam als einige andere Impfstoffe.

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Die vorproduzierten Dosen werden laut Haas vernichtet. Um wie viele es sich handelt, wollte er nicht sagen. Als unmittelbare Folge des R├╝ckzugs ende der Vorvertrag mit der Europ├Ąischen Kommission, in dem CVnCoV f├╝r den akuten Pandemiebedarf vorgesehen war, sagte Haas. Er gehe nicht davon aus, dass Vorauszahlungen der EU in H├Âhe von 450 Millionen Euro zur├╝ckgezahlt werden m├╝ssen. Damals sei man davon ausgegangen, dass die Entwicklung eines Impfstoffs gewisse Investitionen erfordere. "Es war keine Vorauszahlung auf zu liefernde Dosen."

Mit der Bundesregierung, die Anteile an Curevac hat, sei man im Gespr├Ąch. Der Bund war im vergangenen Jahr ├╝ber die Aufbaubank KfW mit 300 Millionen Euro bei Curevac eingestiegen und h├Ąlt laut KfW damit einen Anteil von 16 Prozent. Zu weiteren Vertr├Ągen oder m├Âglichen R├╝ckzahlungen konnte Haas keine Stellung nehmen. "Das w├Ąre zu verfr├╝ht". Curevac pr├╝fe, inwieweit die in diesem Zusammenhang eingegangenen Verpflichtungen auch auf die Impfstoffkandidaten der zweiten Generation ├╝bertragen werden k├Ânnen.

Curevac und GSK gehen davon aus, dass sie in den n├Ąchsten Monaten in die klinische Entwicklung eintreten werden. Ziel ist laut Haas, die beh├Ârdliche Zulassung f├╝r die Marktreife eines verbesserten Covid-19-Impfstoffs im Jahr 2022 zu erreichen. Im Vergleich zum ersten Impfstoff weise CV2CoV in Tiermodellen eine bis zu zehnfach h├Âhere Immunogenit├Ąt auf.

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