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"Knallharte Ausbeutung" im Tesla-Werk in Grünheide: Elon Musk will mehr


Drei-Schicht-System angekündigt
Bericht: "Knallharte Ausbeutung" im Tesla-Werk in Grünheide

Von t-online, pb

Aktualisiert am 21.12.2022Lesedauer: 2 Min.
Tesla in Grünheide bei Berlin (Archivbild): Das Unternehmen soll sich nun selbst auf die Suche nach Wasser begeben.Vergrößern des BildesTesla in Grünheide bei Berlin (Archivbild): In der Fabrik soll die Stimmung schlecht sein. (Quelle: Future Image/imago images)
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Tesla baut in Brandenburg weiter aus – doch in der schnell wachsenden Belegschaft ist die Stimmung schlecht. Jetzt will das Musk-Unternehmen noch mehr produzieren.

In der Tesla-Fabrik in Grünheide arbeiten laut einem Bericht des "Tagesspiegel" mittlerweile 8.500 Beschäftigte, mehr als bislang angenommen – und die Stimmung in der Autofabrik von Elon Musk ist offenbar schlecht.

Der Zeitung zufolge wird in der Belegschaft über "chaotische Verhältnisse" innerhalb des Werkes geklagt – insbesondere sei das so in der Gießerei, die anders als der Rest der Fabrik bereits im Drei-Schicht-Betrieb arbeitet. Die Zeitung zitiert einen anonym bleibenden Arbeitnehmervertreter, der von "knallharter Ausbeutung" und "Zwangsverpflichtungen" berichtet.

Im eigenen Betriebsrat der sogenannten "Gigafactory" würden Stimmen der in der Automobilindustrie sonst so starken IG Metall kaum Gehör finden, heißt es in dem Bericht weiter. Stattdessen kontrolliere eine arbeitgeberfreundliche Vertreterliste namens "Gigavoice" die Mehrheit im Betriebsrat.

Dass die Unzufriedenheit in der schnell gewachsenen Belegschaft groß sei, hat kürzlich bereits das US-Magazin "Wired" berichtet. Es gebe zahlreiche Krankheitsfälle, und das Unternehmen biete oft schlechtere Löhne als die deutschen Autobauer. Kritiker von Tesla hatten bezweifelt, dass es Musk gelingen würde, die für das Werk in seiner ersten Ausbaustufe eigentlich benötigten 12.000 Mitarbeiter in Zeiten des Fachkräftemangels aufzutreiben.

Grünheide bleibt hinter ursprünglichen Zielen zurück

Die Produktionskapazitäten in Grünheide werden derweil weiter erhöht: Am Sonntagabend hatte Musk, der derzeit vor allem mit seinem kriselnden Neukauf Twitter beschäftigt ist, auf eben jener Plattform berichtet, dass dort in Brandenburg zuletzt 3.000 Fahrzeuge in einer Woche gefertigt worden seien.

Bei der Eröffnung der Fabrik im März hieß es vom E-Auto-Hersteller noch, dass man in Grünheide bis Jahresende 5.000 Fahrzeuge pro Woche fertigen wolle. Hat die "Gigafactory" erst einmal ihre erste Ausbaustufe erreicht, sollen es dann 10.000 Fahrzeuge pro Woche sein. Um diese Zahl zügig zu erreichen, will Tesla nun offenbar ab Januar erstmals einen vollständigen Drei-Schicht-Betrieb in dem Werk einführen, heißt es im "Tagesspiegel" weiter.

Nicht nur in der eigenen Belegschaft, auch von der Potsdamer Staatsanwaltschaft werden die Vorgänge in Grünheide derzeit kritisch betrachtet. Am Montag wurde bekannt, dass die Staatsanwaltschaft Ermittlungen gegen den Autobauer führt – wieso, erfahren Sie hier.

Verwendete Quellen
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