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Spargelsaison: Wie teuer wird das Edelgemüse aus Brandenburg?


"An Krisenmodus gewöhnt"
Das Jahr nach der Horror-Saison: Wie teuer wird der Spargel?


Aktualisiert am 22.03.2023Lesedauer: 2 Min.
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imago images 0203261475Vergrößern des Bildes
Lebensmittel, Gemüse, Gemüsespargel oder Gemeiner Spargel, Asparagus officinalis, weißer Spargel, Spargelstangen (Quelle: IMAGO/H.Tschanz-Hofmann)

Im vergangenen Jahr brach die Spargelnachfrage dramatisch ein. Wie blickt die Branche auf die kommende Saison? Und wie teuer wird das Gemüse?

Die deutscheste aller Jahreszeiten steht wieder bevor: die Spargelsaison. In wenigen Wochen beginnt die Ernte in weiten Teilen Deutschlands wieder. Frank Saalfeld schätzt, dass zu Ostern Anfang April bereits der erste Spargel in den Betriebsgastronomien der Spargelhöfe angeboten wird. Saalfeld ist Geschäftsführer des Verbands der Ostdeutschen Spargel- und Beerenobstanbauer. "Nach Ostern geht es dann so richtig los", sagt Saalfeld.

Die Branche blickt mit Spannung auf die kommende Saison, denn die vergangene war ein Fiasko. Die Nachfrage nach dem Stangengemüse ist eingebrochen. "Letztes Jahr haben wir ungefähr 25 Prozent weniger Spargel verkauft", sagt Saalfeld.

Im Vorjahr sanken die Preise

Das habe vor allem an den allgemeinen Preissteigerungen gelegen. "Im Herbst vorher war schon klar, dass eine Rezession droht. Aber dann kam noch der Krieg in der Ukraine hinzu, der die Lage verschärft hat." Weil die Menschen plötzlich viel mehr für Sprit oder Gas ausgeben mussten, hätten sie eher darauf verzichtet, sich guten Spargel zu gönnen.

Im Verlauf der Saison 2022 senkten viele Spargelbauern ihre Preise wegen des geringen Absatzes. Laut RBB war der Spargel deshalb zum Ende der Saison so günstig wie seit fünf Jahren nicht. Der Preis für die höchste Qualitätsstufe sei in Beelitz von 16,90 pro Kilogramm auf 11,90 Euro gesunken.

"Bei mir ist das Glas halbvoll"

Und wie wird der Preis in diesem Jahr? Genaue Zahlen kann Saalfeld noch nicht nennen. Das liege bei den einzelnen Betrieben, aber auch beim Einzelhandel. "Ich gehe davon aus, dass die Preise auf dem Niveau des Vorjahres liegen." Trotz weiterhin hoher Energiekosten und dem gestiegenen Mindestlohn könne man Preise nicht so einfach erhöhen. Wie sensibel der Verbraucher diesbezüglich sei, habe das vergangene Jahr gezeigt.

Droht der Spargelwirtschaft eine erneute Horrorsaison? Er sei optimistisch, dass der Absatz zumindest nicht schlechter werde als im vergangenen Jahr, sagt Saalfeld. "Bei mir ist das Glas halbvoll." Einige Preise seien auch schon wieder gesunken, etwa die Spritpreise. Deshalb hofft er, dass die Menschen wieder vermehrt zum Spargel greifen. "Wir haben uns an den Krisenmodus gewöhnt", sagt Saalfeld.

Verwendete Quellen
  • Interview mit Frank Saalfeld
  • rbb24.de: "Spargel so günstig wie seit Jahren nicht"
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