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Berlin: Martin Hikel an SPD-Spitze – wird er auch Kai Wegner gefährlich?


Konkurrenz für Bürgermeister Wegner?
Er kann Berlins neuer starker Mann werden

  • Autorenprofil Pascal Biedenweg
MeinungEine Kolumne von Pascal Biedenweg

26.05.2024Lesedauer: 2 Min.
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Martin Hikel: Der 38-Jährige soll künftig gemeinsam mit Nicola Böcker-Giannini die Berliner SPD führen. (Quelle: Maurizio Gambarini/imago)

Die Berliner SPD hat eine neue Landesspitze gewählt. Das Duo aus Martin Hikel und Nicola Böcker-Giannini setzte sich durch. Ersterer scheint Potenzial für mehr zu haben.

Groß ist Martin Hikel schon. Sehr groß. 2,08 Meter misst der Bezirksbürgermeister von Neukölln. Wegen seiner schlaksigen Figur könnte man den SPD-Politiker durchaus als "langen Lulatsch" bezeichnen. Wird er nun auch Berlins neuer starker Mann?

Seit Samstag fungiert er mit Nicola Böcker-Giannini als neue SPD-Doppelspitze in der Hauptstadt. Gemeinsam sollen sie die Berliner Sozialdemokraten in bessere Zeiten führen. Das Duo will nun einen Neuanfang wagen. Nach der schmerzlichen Niederlage bei den Wahlen 2023 ist das auch dringend nötig.

Politischer Fokus muss schnellstmöglich gelegt werden

Wofür die beiden inhaltlich stehen wollen, ist unterdessen noch nicht ganz so klar. Es solle keine Hinterzimmerpolitik mehr geben. Die Mitte der Gesellschaft adressiert werden. Ein Kompromiss zwischen der Breite der Gesellschaft und den Glaubenssätzen der Berliner SPD gefunden werden. Das klingt alles furchtbar schwammig.

Dabei muss so schnell wie möglich der Fokus auf die kommenden beiden Jahre gelegt werden. In dieser Zeit müssen Hikel und Böcker-Giannini ihre Partei bestmöglich für die Wahlen 2026 aufstellen. Und sich die Frage stellen: Wer von beiden schafft es mit Blick darauf eher, die Massen zu begeistern? Hikel scheint dafür der geeignetere Kandidat zu sein.

Wiederholt sich 2026 Geschichte zum dritten Mal?

Der gebürtige Friedrichshainer ist seit 2005 SPD-Mitglied. Seitdem stieg er innerhalb der Partei immer weiter auf. Seit 2018 ist er Bezirksbürgermeister in Neukölln. Als Nachfolger von Franziska Giffey. Und auch als Parteivorsitzender in Berlin folgt er unter anderem auf Wirtschaftssenatorin Giffey.

Vom 21. Dezember 2021 bis zum 27. April 2023 war Giffey Regierende Bürgermeisterin. Nun liegt es an Hikel, ob sich Geschichte in zwei Jahren zum dritten Mal wiederholt.

Die Chancen stehen nicht schlecht. Seit 1951 waren elf von 17 Regierenden Bürgermeistern in Berlin Sozialdemokraten. Seit der Wiedervereinigung schafften es mit Eberhard Diepgen und Kai Wegner lediglich zwei CDUler ins Rote Rathaus. Berlin scheint also grundsätzlich rot angehaucht zu sein. Nun braucht es eine starke Persönlichkeit, die die Herzen der Berliner wieder zurückerobern kann.

Gelingt ihm der große Wurf?

Hikel kann das zweifelsohne werden. Charisma hat er. Und auch die nötige Durchsetzungsfähigkeit. Das stellte er zuletzt in der Causa Remmo unter Beweis, als er federführend dabei mitwirkte, die Clan-Villa in Buckow zwangszuräumen. In Neukölln ist er als Bezirksbürgermeister derzeit unantastbar.

Doch auch Wegner macht derzeit als Regierender Bürgermeister einen guten Job. Zuletzt veranlasste er die Räumung eines Gebäudes der Humboldt-Universität, das pro-palästinensische Studierende besetzt hatten. Es war die einzig richtige Entscheidung. Mehr dazu lesen Sie hier.

Hikel oder Wegner? Es könnte 2026 wieder einen engen Zweikampf zwischen SPD und CDU geben. Berlins Regierender Bürgermeister hat zumindest einen ernstzunehmenden Konkurrenten um den Sitz im Roten Rathaus dazugewonnen. Denn auch Hikel hat das Potenzial, um Berlins neuer starker Mann zu werden.

Verwendete Quellen
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