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Berlin: Gegenprotest bei Anti-Corona-Demo "Schweigemarsch"

600 Polizisten im Einsatz  

Viel Gegenprotest bei Anti-Corona-Demo in Berlin

22.11.2020, 14:46 Uhr | dpa, t-online

Berlin: Gegenprotest bei Anti-Corona-Demo "Schweigemarsch". Die Polizei löst eine Sitzblockade auf: Viele Gegenprotestler haben sich in Berlin versammelt. (Quelle: dpa/Paul Zinken)

Die Polizei löst eine Sitzblockade auf: Viele Gegenprotestler haben sich in Berlin versammelt. (Quelle: Paul Zinken/dpa)

Rund Tausend Menschen haben in Berlin gegen die Corona-Maßnahmen demonstriert – deutlich weniger, als erwartet. Es waren auch viele Gegendemonstranten auf der Straße.

In Berlin sind am Sonntag wieder zahlreiche Gegner der Corona-Politik von Bund und Ländern auf die Straße gegangen. 5.000 Teilnehmer waren zu der als "Schweigemarsch" bezeichneten Demonstration in Prenzlauer Berg angemeldet – ein Fünftel davon ist gekommen. Auch mehrere Gegendemos fanden statt.

Es gab einen massiven Anwohnerprotest, heißt es laut "Tagesspiegel". Viele Menschen störten den Marsch demnach lautstark. An der Schönhauser Allee versammelten sich laut dpa rund 200 bis 300 Gegendemonstranten. Es gab eine Sitzblockade und zeitweise Rangeleien mit der Polizei. 

Um 12 Uhr versammelten sich "Schweigemarsch"-Demonstranten an der Bornholmer Straße. Die Teilnehmerzahl lag aber deutlich niedriger als erwartet: Nur etwa 400 Demonstranten waren anfangs gekommen, am Nachmittag waren es um die 1.000.

Die Demonstranten gingen über die Schönhauser Allee, die Danziger Straße, die Greifswalder Straße und die Otto-Braun-Straße zur Alexanderstraße, wo die Demo gegen 15 Uhr mit der Kundgebung endete. Die Polizei war mit rund 600 Einsatzkräften vor Ort und hat nach eigenen Angaben auf Twitter einige Personen mit unechtem "Masken-Attest" angetroffen. Sie sollen eine Strafanzeige bekommen. Größtenteils sind die Hygieneregeln laut "Tagesspiegel" aber eingehalten worden. Die Polizei auf schrieb auf Twitter, die Hauptaufgabe der Beamten sei es gewesen, Demonstranten und Gegenprotestler zu trennen.

Zu den Forderungen der Demonstrierenden zählen mehr Selbstbestimmung im Kampf gegen die Pandemie, weniger Einschränkungen durch Regierungsverordnungen und ein Verzicht auf Impfungen. Die Initiatoren sprechen von "permanenten Angstkampagnen" und äußern Zweifel daran, dass die Wissenschaft beim Thema Corona regierungsunabhängig arbeite. 

Rechtsradikale vor Ort?

Initiatoren einer Gegendemonstration aus dem linken Spektrum sahen darin eine "Opferinszenierung", an der sich bekannte Neonazis beteiligten und hatten dazu aufgerufen, den "Schweigemarsch" zu stören.

Einen ähnlichen Aufzug hatte es im Oktober auf dem Kurfürstendamm gegeben. In mehreren deutschen Städten, darunter Eberswalde und Cottbus, wurde wieder zu Demos aufgerufen – die Initiatoren bezwecken nach eigenen Aussagen friedliche Demonstrationen.

Am Mittwoch hatten am Brandenburger Tor mehrere Tausend Menschen gegen die Corona-Politik protestiert. Es gab 365 vorläufige Festnahmen, 77 Polizisten wurden verletzt.

Verwendete Quellen:

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