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Feuerwehr plant mit Ausnahmezustand in Berlin

Von dpa
Aktualisiert am 28.12.2020Lesedauer: 2 Min.
Ein Löschfahrzeug der Feuerwehr (Symbolbild): Polizei und Feuerwehr stellen sich trotz Böllerverbot auf den Ausnahmezustand an Silvester ein.
Ein Löschfahrzeug der Feuerwehr (Symbolbild): Polizei und Feuerwehr stellen sich trotz Böllerverbot auf den Ausnahmezustand an Silvester ein. (Quelle: Daniel Bockwoldt/dpa-bilder)
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In vielen Teilen von Berlin ist das ZĂŒnden von Silvesterfeuerwerk in diesem Jahr verboten. Trotzdem stellen sich Polizei und Feuerwehr nicht auf einen ruhigen Abend ein. Hunderte Beamte werden im Einsatz sein.

Trotz des Verkaufsverbots von Feuerwerk bereitet sich die Berliner Feuerwehr fĂŒr die kommende Silvesternacht in gleicher Weise wie in den Vorjahren auf einen Ausnahmezustand vor. "Wir hoffen natĂŒrlich, dass es ruhiger wird als sonst, aber das können wir eben noch nicht absehen", sagte ein Sprecher am Montag. Daher werde wie jedes Jahr die PersonalstĂ€rke auf den Wachen sowie den Organisationseinheiten erhöht, teilte die Feuerwehr mit.

Insgesamt sollen rund 850 KrĂ€fte der Berufsfeuerwehr im Einsatz sein sowie mehr als 520 Ehrenamtliche von den Freiwilligen Feuerwehren. 427 Fahrzeuge seien besetzt, hieß es. Hinzu kĂ€men rund 120 EinsatzkrĂ€fte der Bundeswehr sowie des Technischen Hilfswerks. "Somit wird die PersonalstĂ€rke im Vergleich zum Regelbetrieb nahezu verdreifacht."

BegrĂŒĂŸungsshow am Brandenburger Tor ohne Publikum

Unterdessen laufen auch anderswo die Vorbereitungen fĂŒr die Silvesternacht in Berlin – ganz im Zeichen der Corona-Pandemie. So fĂ€llt die große Silvesterparty am Brandenburger Tor in diesem Jahr aus. Stattdessen plant das ZDF dort die Fernsehshow "Willkommen 2021" mit Andrea Kiewel und Johannes B. Kerner, jedoch ohne Publikum. Auftreten sollen dort unter anderen zwischen 21.45 Uhr und 00.30 Uhr die Band Karat und Schlagerstar JĂŒrgen Drews. Bereits am Montag wurden die ersten Absperrungen dafĂŒr eingerichtet.

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Ansonsten gilt in der Hauptstadt wie ĂŒberall sonst ein striktes Verkaufsverbot von Feuerwerkskörpern. Auch das ZĂŒnden von Böllern bleibt vielerorts verboten. Der Senat veröffentliche vergangene Woche eine Liste mit 56 Orten, an denen das der Fall sein wird. Darunter sind große Teile der Sonnenallee und der Karl-Marx-Straße, aber auch das MĂ€rkische Viertel, die Altstadt Spandau, der Simon-Dach-Kiez und der Wrangelkiez.

Polizei-Gewerkschaft kritisiert Maßnahmen des Senats

Ebenfalls vom Verbot betroffen sind der Mauerpark, der Görlitzer Park und der Treptower Park. Hinzu kommen große PlĂ€tze und SehenswĂŒrdigkeiten wie der Potsdamer Platz, der Breitscheidplatz und das Brandenburger Tor. Auch der Aufenthalt an diesen Orten ist untersagt. Ob diese PlĂ€tze auch mit Gittern abgeriegelt werden, sei noch offen, teilte die Polizei auf Anfrage mit. Sollte es dazu kommen, wĂŒrden entsprechende Absperrungen am Silvestertag eingerichtet.

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Der stellvertretende Berliner Landesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Thomas Spaniel, kritisierte die Maßnahmen des Senats. "Diese Böllerverbotszonen kamen zu spĂ€t", sagte er im RBB. "Man hatte noch Gelegenheit nach Polen zu fahren ĂŒber den sogenannten kleinen Grenzverkehr und hat sich wahrscheinlich noch mit genĂŒgend Böllern eindecken können." Er gehe davon aus, dass es an Silvester in Berlin trotz der EinschrĂ€nkungen "massiv abgehen" werde.

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