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Abschiedsbrief gefunden – Vater soll Täter sein

Von t-online, mtt

Aktualisiert am 06.12.2021Lesedauer: 2 Min.
Der Tatort im Video: In diesem Wohnhaus fand die Polizei am Samstag fünf Leichen. (Quelle: t-online)
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Zwei Erwachsene und drei Mädchen lagen in ihrem Blut. Die Familie befand sich offenbar in Corona-Quarantäne. Täter soll der Vater der Familie sein. Er beging nach den mutmaßlichen Morden wohl Suizid.

Eine furchtbare Bluttat wühlt den 3.000-Einwohner-Ort Senzig südlich von Berlin auf: In einem Wohnhaus waren am Samstag fünf Tote gefunden worden. Die Leichen wiesen laut Polizei Schuss- und Stichverletzungen auf.

Wie unter anderem die "Berliner Zeitung" berichtet, handelt es sich um ein Lehrerehepaar und dessen drei Töchter. Die Eltern waren beide 40 Jahre alt, die Kinder 4, 8 und 10. Die Gewalttat als einziger überlebt habe der Hund der Familie. Er sei in ein Tierheim gebracht worden.

Leichenfunde bei Berlin: Obduktionen dauern an

Laut Ermittlern gilt inzwischen der Familienvater als verantwortlich. Der Mann habe nach der Tat Suizid begangen, ergaben erste Ermittlungen, über die Polizei und Staatsanwaltschaft Cottbus am Montag in einer Pressemitteilung informierten. Ein Abschiedsbrief weise auf den 40-Jährigen hin. Auch fanden sich keine Anzeichen für ein gewaltsames Eindringen, für Kampfspuren oder für die Anwesenheit Dritter zur Tatzeit.

Der Familienvater soll seine Frau, ebenfalls 40 Jahre alt, und seine drei Kinder im Alter von vier, acht und zehn Jahren getötet haben. Die Obduktion der fünf Toten werde einige Tage dauern, hieß es.

Eine Kriminaltechnikerin an einem Einfamilienhaus in Senzig: Die Ermittler untersuchen derzeit den Tatort.
Eine Kriminaltechnikerin an einem Einfamilienhaus in Senzig: Die Ermittler untersuchen derzeit den Tatort. (Quelle: Patrick Pleul/dpa-bilder)
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Familie war wohl in Corona-Quarantäne

Gefunden wurden die Toten am Samstagmittag. Nachbarn hatten es ungewöhnlich gefunden, dass es am Haus schon seit längerem so still war. Ein Mann schaute laut "B.Z." von der Terrasse aus durchs Fenster und sah leblose Körper im Wohnzimmer.

Laut "Märkischer Allgemeine" soll sich die Familie in Corona-Quarantäne befunden haben. Die "Bild" berichtete, ein Nachbar habe sich erinnert, schon vor einiger Zeit einen Schuss gehört zu haben. Der Familienvater soll zuletzt am Freitag lebend gesehen worden sein, als er einen Transporter belud.

"Du tanzt nun im Himmel"

Anwohner stellten Kerzen am Haus auf. Am Zaun hängen Kuscheltiere und ein Abschiedsgruß in kindlicher Schrift: "Du tanzt nun im Himmel auf dem Regenbogen." Die Familie sei erst vor ein paar Jahren hergezogen, hieß es. Das Haus sei neu gebaut worden.

Auch Stefan Loge, der Landrat des Kreises Dahme-Spreewald, hat den Angehörigen und Bekannten der Opfer am Sonntag sein tiefes Mitgefühl ausgedrückt. Die Nachricht von den fünf Todesfällen habe ihn "fassungslos und traurig gemacht", teilte er mit. "Die Tat ist unfassbar." Es blieben Fragen offen für Angehörige und Freunde. "Ob morgen auf der Arbeit, in der Schule oder in der Kita, hier wird die große und traurige Lücke offensichtlich, welche die Nachricht seit Samstag reißt", sagte Loge.

Senzig ist ein Ortsteil von Königs Wusterhausen im brandenburgischen Landkreis Dahme-Spreewald. Der bis zu einer Gemeindegebietsreform Anfang der 2000er-Jahre eigenständige Ort liegt zwischen Feldern und Seen – es ist eine nach außen hin ruhige Idylle mit vielen Einfamilienhäusern.

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Von Antje Hildebrandt
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