Schlagzeilen
AlleAlle anzeigen

Knobloch und Spaenle verlangen aktives Holocaust-Gedenken

Von dpa
27.01.2022Lesedauer: 2 Min.
Charlotte Knobloch
Charlotte Knobloch. (Quelle: Sven Hoppe/dpa/Archivbild/dpa-bilder)
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo

Zum Holocaust-Gedenktag hat die Pr├Ąsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde M├╝nchen und Oberbayern, Charlotte Knobloch, ein deutliches Eintreten gegen das Vergessen angemahnt. "Es gibt zwar viele, die f├╝r dieses Erinnern offen sind und es pflegen wollen", sagte Knobloch der "Passauer Neuen Presse" am Donnerstag. "Ich sehe aber auch einen wachsenden Teil der Bev├Âlkerung, der dieses Erinnern ziemlich harsch ablehnt. Dagegen m├╝sste die Politik noch st├Ąrker Position beziehen."

Bayerns Antisemitismusbeauftragter Ludwig Spaenle (CSU) sprach sich f├╝r Besuche in KZ-Gedenkst├Ątten, NS-Dokumentationszentren und die Begegnung mit Zeitzeugen aus. Dies sei "die wirkungsvollste M├Âglichkeit, um jungen Leuten auch 2022 die menschenverachtende Verfolgung und fabrikm├Ą├čige Ermordung von J├╝dinnen und Juden, von Sinti und Roma vor Augen zu f├╝hren", sagte er.

Die Pr├Ąsidentin des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbandes (BLLV), Simone Fleischmann, meinte, dass Menschenrechte und humanistische Wertorientierungen heute zunehmend in Bedr├Ąngnis k├Ąmen. "Menschen, die hierf├╝r eintreten, werden bedroht und eingesch├╝chtert. Das bedeutet f├╝r uns P├Ądagogen Alarmstufe Rot", sagte Fleischmann. Die Erinnerung an die systematischen Verbrechen der Nazis bleibe wichtiger Teil des Bildungsauftrags der Schulen.

Die Generalkonsulin des Staates Israel in M├╝nchen, Carmela Shamir, ist best├╝rzt angesichts antisemitischer Ausw├╝chse auf den Demonstrationen gegen die Corona-Ma├čnahmen. "Wir waren schockiert, als wir die Slogans gesehen haben und die Bilder von Menschen, die den Davidstern tragen", sagte Shamir der Deutschen Presse-Agentur bei ihrem Antrittsbesuch im baden-w├╝rttembergischen Innenministerium in Stuttgart. "Das Ausma├č hat uns ersch├╝ttert." Shamir ist als Israels Konsulin f├╝r ganz S├╝ddeutschland zust├Ąndig.

ANZEIGEN
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Meistgelesen
Putins Plan geht auf
Olaf Scholz besichtigt das ehemalige Gef├Ąngnis "Number Four", in dem w├Ąhrend der Apartheid in S├╝dafrika auch zahlreiche politische Gefangene einsitzen mussten: W├Ąhrend der Afrika-Reise des Kanzlers wird in Deutschland hitzig ├╝ber Waffenlieferungen f├╝r die Ukraine gestritten.


Knobloch sagte ebenfalls mit Blick auf judenfeindliche Hetze bei Corona-Demonstrationen: "Ich h├Ątte gerne, dass die Vertreter von Kirchen, von Vereinen und Vereinigungen in der Gesellschaft sehr viel klarer Flagge gegen Antisemitismus und Rassismus zeigen." Sie beklagte angesichts der vielen antisemitischen Vorf├Ąlle in der Bundesrepublik: "Der Eindruck von wachsendem Juden-Hass hat sich verfestigt."

Am 27. Januar wird an die Befreiung des NS-Vernichtungslagers Auschwitz 1945 und an die Opfer der Nationalsozialisten erinnert, darunter Millionen Juden, Sinti und Roma, Homosexuelle und politische Gegner des NS-Regimes. Als Kind war die heute 89 Jahre alte Knobloch selbst vor dem Holocaust gerettet worden.

Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingANZEIGEN

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Neueste Artikel
CSUIsrael

t-online - Nachrichten f├╝r Deutschland
t-online folgen
FacebookTwitterInstagram

Das Unternehmen
Str├Âer Digital PublishingJobs & KarrierePresseWerbenKontaktImpressumDatenschutzhinweiseDatenschutzhinweise (PUR)Jugendschutz



Telekom
Telekom Produkte & Services
KundencenterFreemailSicherheitspaketVertragsverl├Ąngerung FestnetzVertragsverl├Ąngerung MobilfunkHilfeFrag Magenta


TelekomCo2 Neutrale Website