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Berlin: Innenpolitiker üben Kritik an prorussischem Autokorso


Innenpolitiker äußern Kritik an prorussischem Autokorso in Berlin

Von dpa
Aktualisiert am 05.04.2022Lesedauer: 2 Min.
Eine Flagge mit den russischen Nationalfarben und dem russischen Staatswappen wehen an einem Auto (Archivbild): Nach dem prorussischen Autokorso am Wochenende üben Innenpolitiker Kritik.Vergrößern des BildesEine Flagge mit den russischen Nationalfarben und dem russischen Staatswappen wehen an einem Auto (Archivbild): Nach dem prorussischen Autokorso am Wochenende üben Innenpolitiker Kritik. (Quelle: Carsten Koall/dpa-bilder)
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Nach dem prorussischen Autokorso, der am Wochenende durch Berlin fuhr, haben Politiker den Umzug kritisiert. Nun soll geklärt werden, ob die Demonstranten sich durch Billigung des Ukraine-Kriegs strafbar gemacht haben.

Innenpolitiker aus Bund und Ländern haben empört auf öffentliche Sympathiebekundungen für den russischen Angriff auf die Ukraine und Präsident Wladimir Putin reagiert.

"Angesichts der Gräueltaten und der Bilder der vergangenen Tage kann ich persönlich nicht begreifen, wie man für einen Kriegsverbrecher Partei ergreifen kann", sagte der nordrhein-westfälische Innenminister Herbert Reul (CDU) der "Rheinischen Post".

Hintergrund ist ein Autokorso mit russischen Fahnen am Sonntag in Berlin. Anders als manch andere Staaten zeichne sich Deutschland aber dadurch aus, "dass friedlicher Protest durch die Polizei nicht niedergeknüppelt, sondern geschützt wird", betonte Reul.

Straftatbestand nach prorussischem Autokorso in Berlin soll geprüft werden

Thüringens Innenminister Georg Maier (SPD) sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND): "So ein Autokorso ist unerträglich und sollte so nicht mehr stattfinden." Mit Verboten wäre er aber vorsichtig, man könne für eine solche Versammlung aber Auflagen verhängen, etwa ein Hupverbot oder eine Begrenzung der Teilnehmer, sagte Maier.

Der FDP-Innenexperte Stephan Thomae und Bundesjustizminister Marco Buschmann (FDP) verwiesen darauf, dass eine öffentliche Billigung des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine eine Straftat darstelle.

Prorussischer Autokorso in Berlin "makaber und geschmacklos"

"Daher sollte in jedem Fall die Möglichkeit einer Strafverfolgung geprüft werden", sagte Thomae der "Rheinischen Post". Buschmann sagte dem "Kölner Stadt-Anzeiger", Paragraf 140 des Strafgesetzbuches sehe Geldstrafen und Freiheitsstrafen von bis zu drei Jahren vor.

Der Autokorso war an jenem Tag in Berlin gefahren, an dem die Tötung von Zivilisten in der ukrainischen Ortschaft Butscha ans Licht gekommen waren. Thomae nannte den Korso vor diesem Hintergrund "makaber und geschmacklos". Laut Polizei nahmen rund 400 Fahrzeuge daran teil.

An zahlreichen Autos waren Fahnen in den russischen Farben Weiß-Blau-Rot zu sehen. Auch ein sogenanntes Z-Symbol zur Unterstützung des Angriffskrieges in der Ukraine wurde nach Angaben von Berlins Innenstaatssekretär Torsten Akmann (SPD) gezeigt.

Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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