Sie sind hier: Home > Regional > Bremen >

Trotz aktuell höchster Inzidenz: Warum Bremen ein Corona-Musterland ist

Trotz aktuell höchster Inzidenz  

Warum Bremen ein Corona-Musterland ist

03.01.2022, 16:35 Uhr | t-online, KS, LKA

Trotz aktuell höchster Inzidenz: Warum Bremen ein Corona-Musterland ist. Der Bremer Roland vor historischen Giebelhäusern (Archivbild): Von Bremen können sich andere Bundesländer beim Thema Corona-Bekämpfung einiges abschauen. (Quelle: imago images/blickwinkel)

Der Bremer Roland vor historischen Giebelhäusern (Archivbild): Von Bremen können sich andere Bundesländer beim Thema Corona-Bekämpfung einiges abschauen. (Quelle: blickwinkel/imago images)

Höchste Inzidenz trotz höchster Impfquote: In Bremen stehen die Werte derzeit bundesweit an der Spitze. Omikron spielt dabei eine besondere Rolle. Dennoch hat Bremen alles richtig gemacht.

Der Zwei-Städte-Staat Bremen weist nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) unter den Bundesländern derzeit mit 468,6 die höchste Inzidenz bei neuen Covid-19-Fällen je 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen aus – und steht damit an einer vermeintlich traurigen Spitze. Dennoch gilt Bremen als Musterland, was die Corona-Bekämpfung angeht.

Während in anderen Bundesländern über Weihnachten und den Jahreswechsel durch Meldeverzögerungen, weniger Tests und Ausfälle in den Gesundheitsämtern die Zahlen zu ungenau waren, hatte Bremen dank einer richtigen Vorbereitung den klaren Überblick: Die Zahl der Mitarbeiter wurde nämlich über Silvester und Neujahr in Bremen als einzigem Bundesland verdoppelt. Auch angeforderte Bundeswehrsoldaten und Mitarbeiter anderer Ressorts waren im Einsatz.

Kein Meldeverzug der Corona-Zahlen in Bremen

"Für die Stadt Bremen können wir deshalb einen Meldeverzug im Zusammenhang mit dem Gesundheitsamt ausschließen", sagte der Sprecher der Gesundheitssenatorin, Lukas Fuhrmann, am Montag. Einen verlässlichen Stand für die anderen Bundesländer solle es erst Mitte Januar wieder geben, wie "Bild" berichtet.

Mit 87,1 Prozent an Einmal-Geimpften und 83,2 Prozent bei Zweimal-Geimpften ist Bremen als kleinstes deutsches Bundesland absoluter Spitzenreiter, was die Impfquote angeht. Auch im Boostern liegen die Bremer weit vorn.

Die Omikron-Variante treibt in Bremen die Inzidenz nach oben

Dennoch steigt die Inzidenz derzeit rasch: Für den hohen Wert wird auch die rasante Ausbreitung der neuen Omikron-Variante verantwortlich gemacht. Die Zahl der seit Mitte November hierzu sequenzierten und nachgewiesenen Fälle beläuft sich laut RKI im Bundesland Bremen zwar "nur" auf 26.

Allerdings kommen den Angaben zufolge 422 Verdachtsfälle mittels variantenspezifischer PCR-Tests hinzu. In Niedersachsen sind 214 Omikron-Fälle bestätigt, 1.349 gelten als Verdacht. (Datenstand vom 3. Januar 2022). Gesundheitsminister Karl Lauterbach nannte als einen weiteren Grund für die Omikron-Ausbreitung im Norden die Nähe zu Dänemark und den Niederlanden. Beide Nachbarstaaten seien aktuell besonders von Omikron betroffen, so Lauterbach weiter.

"Wir sind gut, aber wir können noch besser sein"

In einem Interview mit "buten un binnen" äußerte sich Gesundheitsamtsleiter Jörn Moock über die starke Ausbreitung der hochansteckenden Omikron-Variante in Bremen: "Es ging schneller, als wir dachten." Bremen befinde sich dennoch auf einem vergleichbaren Niveau zu anderen Großstädten. "Wir werden auch noch höhere Inzidenzen in Norddeutschland erleben. Davon gehen wir aus", so Moock. 

Der neue Gesundheitsamtsleiter erwartet, dass sich in den nächsten zwei Wochen die Zahlen relativieren werden, da es in jedem Bundesland zu hohen Inzidenzen kommen werde. Moock appelliert daher weiterhin an die Bevölkerung: "Testen und impfen. Wir sind gut in Bremen, aber wir können noch etwas besser sein." Auch Kontakte sollten weiterhin reduziert werden, da man sich allein aufgrund der Impfung nicht in Sicherheit wiegen könne.

Verwendete Quellen:

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
10-Tages-Vorhersage

Madeleinetchibo.deOTTOWeltbildbonprix.deLIDLBabistadouglas.deKlingel

shopping-portal

Hinweis:

Der Internet Explorer wird nicht länger von t-online unterstützt!

Um sicherer und schneller zu surfen, wechseln Sie jetzt auf einen aktuellen Browser.

Wir empfehlen unseren kostenlosen t-online-Browser: