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Warnstreiks in NRW: Busse, Bahnen, Kitas und Müllabfuhren fallen aus


Ab Donnerstag
Warnstreiks in NRW: Busse, Bahnen, Kitas und Müllabfuhren fallen aus

Von dpa
08.02.2023Lesedauer: 2 Min.
Eine S-Bahn der Linie 28 an der Haltestelle Neanderthal in Düsseldorf (Archivbild): Dieses Bild wird es zunächst nicht geben.Vergrößern des BildesEine S-Bahn der Linie 28 an der Haltestelle Neanderthal in Düsseldorf (Archivbild): Dieses Bild wird es vorerst nicht geben. (Quelle: bonn-sequenz/imago images)
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Verdi will ab Donnerstag in NRW den Nahverkehr bestreiken. Auch Stadtverwaltungen und Kitas sind betroffen.

Lahmgelegter Nahverkehr, geschlossene Kitas und keine Müllabfuhr: Für Donnerstag und Freitag haben die Gewerkschaften Verdi und Komba die Beschäftigten von Bund und Kommunen in mehreren Städten und Kreisen Nordrhein-Westfalens zu Warnstreiks aufgerufen. Betroffen seien etwa Stadtverwaltungen, Nahverkehrsbetriebe, Theater, Bäderbetriebe, Ver- und Entsorgungsbetriebe, Kitas, Arbeitsagenturen oder Kliniken, berichtete der Verdi-Landesbezirk am Mittwoch in Düsseldorf. Die Gewerkschaft rechnet mit mehreren Tausend Teilnehmern.

Mit den Warnstreiks wollen die Gewerkschaften ihren Forderungen im laufenden Tarifstreit des Öffentlichen Dienstes von Bund und Kommunen Nachdruck verleihen. Größere Demonstrationen und Kundgebungen sind in Dortmund, Köln, Düsseldorf und Aachen geplant.

Keine U-Bahnen, Straßenbahnen und Schulbusse

Die Ausstände dürften deutliche Auswirkungen auf den Bus- und Straßenbahnverkehr einiger Städte haben. Im städtischen Nahverkehr seien Warnstreiks in Bielefeld, Dortmund, Düsseldorf, Oberhausen, Remscheid, Solingen und Wuppertal geplant, sagte ein Verdi-Sprecher.

"Es fahren keine U-Bahnen, Straßenbahnen und nur sehr wenige Busse. Auch die Schulbusse fahren nicht", teilte die Düsseldorfer Rheinbahn mit. Bestreikt wird nach Unternehmensangaben für 48 Stunden das gesamte Rheinbahnnetz: Düsseldorf, der Kreis Mettmann, die Stadt Meerbusch sowie die Verbindungen nach Duisburg, Krefeld, Neuss und Ratingen. Die Wuppertaler Stadtwerke (WSW) gehen ebenfalls davon aus, dass der Busverkehr an beiden Tagen zum Erliegen kommt. Auch die Schwebebahn werde betroffen sein, hieß es in einer Mitteilung des Unternehmens.

Gewerkschaften fordern mehr Geld

In Dortmund werden Stadt- und Buslinien nach Angaben der Dortmunder Stadtwerke DSW21 nur am Donnerstag lahmgelegt. Betroffen sind auch die Nachtexpress-Linien sowie die in den Nachbarstädten Castrop-Rauxel und Schwerte betriebenen Buslinien.

In der aktuellen Tarifrunde fordern Verdi und der Beamtenbund dbb 10,5 Prozent mehr Lohn, mindestens aber 500 Euro mehr für die rund 2,5 Millionen Beschäftigten im Öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen. Die Laufzeit soll 12 Monate betragen. Die zweite Runde der Tarifverhandlungen ist für den 22. und 23. Februar in Potsdam geplant. Schon jetzt ist eine dritte Runde vom 27. bis zum 29. März ebenfalls in Potsdam angesetzt.

Auch Stadtverwaltung wird bestreikt

Verdi warb bei Bürgerinnen und Bürgern um Verständnis für die Warnstreiks. "Die Beschäftigten im Öffentlichen Dienst brauchen den Inflationsausgleich, um ihren Lebensunterhalt bestreiten zu können." Sie seien von den aktuellen Preissteigerungen insbesondere auch bei den Energiekosten genauso belastet wie alle Bürgerinnen und Bürger, erklärte die Verdi-Landesbezirksleiterin Gabriele Schmidt.

Auch in Aachen haben die Gewerkschaften Verdi und Komba als dbb-Gewerkschaft für Donnerstag zu Warnstreiks in der Verwaltung aufgerufen. "Dies kann Auswirkungen auf alle Bereiche der Stadtverwaltung und ihrer Einrichtungen haben", teilte die Stadt am Mittwoch mit. Wegen des Streiks sei auch die Abfallsammlung durch den Aachener Stadtbetrieb eingeschränkt.

Laut Verdi sollen auch Kitas und Ganztagsbetreuungen bestreikt werden. Je nach Beteiligung könnten die Einrichtungen dann nur Notgruppen anbieten oder müssten ganz schließen, sagte Gewerkschaftssekretär Stephan Frenken. Mit Kita-Schließungen und Notgruppen rechnet auch die Stadt Düsseldorf.

Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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