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Köln: Ditib-Vorstandsmitglied war bei Taliban-Auftritt in Chorweiler dabei


Kölner Ditib-Vorstandsmitglied war bei Taliban-Auftritt vor Ort

Von t-online, gaa

Aktualisiert am 23.11.2023Lesedauer: 2 Min.
Sein Auftritt in Köln löste eine Debatte aus: Taliban-Funktionär Abdul Bari Omar (Archivbild).Vergrößern des BildesSein Auftritt in Köln löste eine Debatte aus: Taliban-Funktionär Abdul Bari Omar (Archivbild). (Quelle: twitter.com/Zabihullah Mujahid)
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Die Ditib hatte sich von dem Auftritt eines Taliban-Funktionärs in Köln distanziert. Nun aber stellte die Polizei fest, dass ein Vorstandsmitglied bei der Rede dabei war.

In einer aktuellen Viertelstunde im Landtag in Düsseldorf hat NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) am Donnerstagnachmittag berichtet, dass bei der Rede des Taliban-Funktionärs Abdul Bari Omar in der Moschee der Ditib-Gemeinde in Köln-Chorweiler auch ein Vorstandsmitglied der Ditib dabei gewesen sei. Das habe die Kölner Polizei inzwischen herausgefunden. Offiziell hatte sich der Dachverband Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion (Ditib) in einer Stellungnahme von dem Auftritt distanziert.

Reul sagte zu Beginn seines Statements, dass er von dem Auftritt des Taliban-Funktionärs Omar in Köln "irritiert" gewesen sei. Später betonte er, dass er weder den Einlass in die Moschee noch die abgelassenen Erklärungen der Ditib zu den Hamas-Angriffen auf Israel in Ordnung findet. "Wir erwarten eine Distanzierung – und wenn sie sich nicht distanziert, dann ist Schluss mit lustig", sagte Reul in Richtung Ditib. Das habe er auch "glasklar" der Gemeinde so mitgeteilt.

Taliban-Rede wurde ausgewertet

Weiter berichtete der Minister, dass bei dem umstrittenen Auftritt des afghanischen Taliban-Funktionärs in der vergangenen Woche nichts Strafbares gesagt worden sei, das ein Eingreifen der Polizei gerechtfertigt hätte. Videomaterial der Rede des Mannes sei gesichert, übersetzt und ausgewertet worden, bislang gebe es aber keine Anhaltspunkte für strafbare Handlungen.

In der Rede des Taliban-Funktionärs wurde laut Reul unter anderem für Unterstützung und Hilfe für Afghanistan geworben. Es sei eine "einzige Werbung" gewesen. "Jetzt sagen Sie mir, was daran terroristisch ist?", fragte Reul. Dass der Taliban-Funktionär vor den rund 70 Besuchern der Moschee zum Kalifat aufgerufen habe, stimme nicht, es sei in der Rede nur um das Emirat Afghanistan gegangen. Er könne auch auf die Anwesenheit eines Taliban-Mitglieds in Deutschland verzichten, es gehöre aber auch zur Wahrheit, dass man sich an geltendes Recht halten müsse, sagte Reul. Deshalb sei die Veranstaltung auch nicht zu verhindern gewesen.

Zu Omar – dem Leiter der afghanischen Lebensmittel- und Arzneimittelbehörde – gebe es laut Reul in NRW keine nachrichtendienstlichen oder polizeilichen Erkenntnisse. Auch sei nichts über eine extremistische Ausrichtung des "Kulturvereins der Kunar Jugendlichen" bekannt, der die Veranstaltung organisiert hatte. Reul verwies erneut an die Bundesregierung, die klare Regelungen schaffen müsse, um solche Auftritte zu verhindern.

Verwendete Quellen
  • Eigene Recherche
  • Mit Material der Deutschen Presse-Agentur
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